Gay Jeans: Regenbogenfarben durch Waschen

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Gay Jeans: Regenbogenfarben durch Waschen

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 26. April 2014) ßetabrand, eine über Crowdfunding finanzierte Kleidermarke, bietet der Internetgemeinde die gemeinsame Finanzierung einer ganz besonderen Jeans an, der Gay Jeans. Durch das Waschen verändert sich die Jeans-blaue Originalfarbe im Laufe der Zeit zu einer Regenbogenfärbung.

ßetabrand: Gay Jeans für Herren | für Damen

Steven B. Wheeler erklärt hier die Funktionsweise der Gay Jeans:

Der amerikanische Designer Steven B. Wheeler hat für ßetabrand eine Jeans entworfen, die nach einigen Waschvorgängen im Laufe der Zeit ihre Oberflächenfärbung verliert und ihre Originaleinfärbung zurückgewinnt. Mit dem sukzessiven Übergang der Beinkleider von Indigoblau zu den Regenbogenfarben kämpft die Jeans zugleich für die Mode und die sexuelle Orientierung ihres Trägers – sofern dieser sie wäscht!

Die Geschäftsidee wurde Anfang März 2014 über Schwarmfinanzierung (crowdfunding) initiiert. Jeder Investor hat das Anrecht, eine solche Jeans mit einer zehnprozentigen Ermäßigung (also 88,20 US-$ pro Stück) und kostenlosem Versand zu erwerben. Bei höheren Einlagen gibt es bis zu 30 % Ermäßigung pro Jeans (also 68,60 US-$ pro Stück), sofern die ursprüngliche Mindesteinlage erreicht wird. 10 % der Einnahmen werden an das LGBT-Zentrum in San Francisco (Herstellungsort der Jeans) überwiesen.

Infografik zur Gay Jeans

Zum Vergrößern klicken. © Betabrand .com.

Am 25. April 2014, also 18 Tage vor dem Ende der Eintragungsfrist, hatte das Damenmodell bereits 134 % und das Herrenmodell schon 449 % des jeweiligen Investitionsziels erreicht. Der Zielbetrag war schon am 16. April erreicht worden. Mit der Auslieferung der ersten Jeans wird im August 2014 begonnen werden.

Achtung, die Maße und Versandadressen sind derzeit nur für den amerikanischen Markt ausgerichtet. Wer also momentan eine solche Regenbogen-Jeans haben möchte, muss über einen Kontakt in den USA verfügen.

Gay Jeans für Herren

Zum Vergrößern klicken. © Betabrand.com.

Der Erfolg dieser Initiative ist vor allem Steven B. Wheeler und seiner humorvollen Art zu verdanken. Das sieht man auch in seinen Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) sehr schön. Der junge Designer erklärt, wie eine solche Jeans ihrem Träger beim Coming-Out helfen kann. Natürlich gibt es Möglichkeiten, den Regenbogen schneller als normal hervortreten zu lassen, zum Beispiel mit Schleifpapier, Zitronensaft oder Chlorbleiche – in der richtigen Dosis natürlich.

Wheeler und ßetabrand nutzen auch sehr klug und ausgiebig die sozialen Netzwerke sowie Pressemitteilungen.

Die Pressemitteilung Wheelers auf der Seite der Gay Jeans ist durch seinen Humor unwiderstehlich. Er sagt zum Beispiel, dass „die Entdeckung der Gay Jeans nun endlich beweist, dass manche Denim-Stoffe einfach so geboren werden.“

Auf einer Pressekonferenz haben Firmenvertreter darüberhinaus erklärt, dass die Gay Jeans nur diejenigen schwul machen, die es sowieso schon sind, genauso wie ein Amerikanischer Autofahrer durch das Fahren eines Toyotas nicht plötzlich zum Japaner wird.

Wolfgang / MensGo

(Nach 7sur7.be vom 23. April und Le Soir vom 24. April 2014)
 

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