WM 2014: Schwule auf dem Rasen und Schwulenhasser auf der Tribüne?

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WM 2014: Schwule auf dem Rasen und Schwulenhasser auf der Tribüne?

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 21. Juni 2014) Die Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, Navi Pillay, hat am 16. Juni 2014 in einer offiziellen Nachricht alle homosexuellen Fußballspieler in der WM-Auswahl dazu aufgefordert, sich zu outen. Zwischenzeitlich grassiert in den Stadien die Homophobie.

Die Südafrikanerin, deren UN-Mandat am 31. Juli auslaufen wird, „ermutigt die Spieler und alle sonstigen Sportler dazu, ihre sexuelle Orientierung ohne Furcht zu preiszugeben“. Ihrer Meinung nach wird nur ein solches Outing dazu führen, dass Schwule und Lesben besser verstanden und akzeptiert werden. „Die Fußballer sind Idole, und es ist wichtig, ihren Fans diese Botschaft zu schicken“, hat Frau Pillay erklärt.

Mexikanische Fans

„Wir ficken die Schwulen!“ (Ein anonymer Fan, vielleicht Mexikaner, aber auf jeden Fall homophob). © Getty Images / Matthias Hangst.

Außer Justin Fashanu hat noch kein internationaler Profi-Fußballspieler sein Coming-Out während seiner Karriere bekannt gegeben. Der Amerikaner Robbie Rogers ist ein Sonderfall: Er hat sein Coming-Out am selben Tag bekanntgegeben, an dem er sich vom aktiven Sport zurückgezogen hat (und zehn Wochen später hat er die Fußballschuhe wieder angezogen).

Kein einziger Fußballspieler unter den 32 Mannschaften im Wettbewerb in Brasilien hat sich bisher geoutet. Andererseits hat die Fifa ein Disziplinarverfahren gegen die mexikanische Fußballvereinigung wegen „schlechtem Benehmens“ eröffnet. Den mexikanischen Fans wird vorgeworfen, den kamerunischen Torhüter Charles Itandje mit homophoben Kommentaren beschimpft zu haben. Zum ersten Mal hat die Fifa ein Verfahren aus diesem Grund eröffnet.

Wolfgang / MensGo
(Nach Reuters vom 16. Juni und Metronews.fr du 18 juin [ONU], Têtu vom 19 Juni 2014 [Fifa])

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