200 Schriftsteller und Google wenden sich gegen die homophoben Gesetze in Russland

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200 Schriftsteller und Google wenden sich gegen die homophoben Gesetze in Russland

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 23. Februar 2014) Um die 200 Schriftsteller aus der ganzen Welt, darunter vier Nobel-Preisträger, haben am 6. Februar einen offenen Brief unterzeichnet mit der Aufforderung, die russischen Gesetze gegen Blasphemie und Homosexualität „sofort abzuschaffen“.

Die Unterzeichner wenden sich insbesondere gegen die sogenannte „schwule Propaganda“ und das „Verbot der Förderung der Homosexualität“. Sie fordern den russischen Präsidenten Wladimir Putin (ohne Nennung seines Namens) auf, das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie die Vielfalt der Meinungen gelten zu lassen, die substanzieller Teil einer „gesunden Demokratie“ seien.

Immerhin vier Literaturnobelpreisträger (Günter Grass, Wole Soyinka, Elfriede Jelinek und Orhan Pamuk) sowie 30 verschiedene Länder sind auf der Unterzeichnerliste vertreten. Die Liste vereint die Namen von Schriftstellerinnen und Schriftstellern jeglicher sexueller Orientierung, allen voran Margaret Atwood, Paul Auster, Russell Banks, Julian Barnes, Jonathan Franzen, Siri Hustvedt und Salman Rushdie.

Doodle sportif arc-en-ciel de Google

Die offizielle Stellungnahme des Internationalen olympischen Komitees (IOC) besagt, dass Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung zwar sehr unschön sei, dass andererseits aber „innen- und außenpolitischer Protest“ bei Sportveranstaltungen ebenso sehr unschön ist – laut Aussage des IOC-Präsidenten Thomas Bach.

Daher sind die schwulen und lesbischen Sportler in Sotschi sowohl durch Russland als auch durch das IOC aufgefordert, ihre Homo- oder Bisexualität weder durch Worte oder Symbole noch durch ihr Verhalten zu zeigen.

Aus Solidarität mit ihren Kameraden in Sotschi haben sich in der letzten Zeit mehrere hochkarätige Sportler geoutet. Über das Coming-Out des Fußballers Thomas Hitzlsperger ist ja sehr viel berichtet worden, aber auch der Schwimmer Ari-Pekka Liukkonen hat sich kürzlich geoutet. Im Gegensatz zum deutschen Fußballer hat der 24 Jahre alte Finne, der in London 2012 eine Olympiamedaille errungen hatte, sich noch nicht aus dem aktiven Spitzensport verabschiedet.

Wie viele schwule und lesbische Sportler gibt es in Sotschi? Nur sieben stehen offen zu ihrer Homosexualität, und zwar drei Männer und vier Frauen. Unabhängig von der wahren Anzahl haben sie seit heute neue Unterstützung bekommen, nämlich ein neues Google Doodle – das oben abgebildete temporäre Logo. Damit feiert Google die Olympischen Winterspiele in Sotschi auf seine Art: Durch die Darstellung sechs stilisierter Sportler mit einem Regenbogen aus sechs Farben.

Wolfgang / MensGo
(nach internationaler Presse vom 6. Februar 2014, u. a. Le Figaro und NouvelObs.com)

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