Neuseeland hat die schwulenfreundlichste Armee

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Neuseeland hat die schwulenfreundlichste Armee

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 8. März 2014) Welche Armee ist am offensten gegenüber Schwulen und Lesben? Neuseeland, gefolgt von den Niederlanden und Großbritannien, laut einer Studie, die am 20. Februar 2014 vom Zentrum für strategische Studien in Den Haag (The Hague Centre for Strategic Studies) veröffentlicht wurde.

LGBT Military Index 2014: Pressemitteilung | Ergebnisse

Schaubild: Schwulenfreundliche und -feindliche Armeen der Welt.

Rosa = freundlich, schwarz = feindlich… ©Hcss.nl.

Der LGBT Military Index ist ein weltweites Maß für die Toleranz der Armeen gegenüber schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Soldatinnen und Soldaten. Anhand von immerhin 19 Kriterien wird die Akzeptanz in LGBT-Fragen gemessen, und zwar in fünf Stufen, von „sehr vorteilhaft“ bis „sehr unvorteilhaft“: Integration, Zulassung, Toleranz, Ausgrenzung und Verfolgung.

Die 19 Bewertungskriterien decken das gesamte Verhaltensspektrum gegenüber Homosexualität ab, von der offensten Form (Zulassung einer militärischen LGBT-Gruppe oder Anerkennung schwullesbischer Vereinigungen im Militär) bis hin zu den schwulenfeindlichsten Verhaltensmustern (Coming-out-Verbot, Verbot des Dienens im Militär, Aufhetzung zur Homophobie).

Die niederländische Armee hält den Weltrekord mit der ältesten militärischen schwullesbischen Interessenvertretung, der 1987 gegründeten Vereinigung „Homosexualität und Streitkräfte“. Bereits seit 40 Jahren dürfen LGBT-Personen offiziell in der niederländischen Armee dienen.

Allerdings hat die neuseeländische Armee nun die niederländischen Streitkräfte vom ersten Platz verdrängt. Sie erreicht die Maximalzahl von 100 Punkten bzw. alle Punkte in den positiven Kriterien und null Punkte in den negativen Kriterien.

Der direkte Nachbar Australien liegt trotz seiner 95 Punkte nur auf Rang fünf, gleich hinter den Niederlanden, Großbritannien und Schweden.

Frankreich und Spanien teilen sich mit 91,8 Punkten den 10. Platz, direkt vor Deutschland (90,8 Punkte). Südafrika liegt auf Platz 25, und damit weit vor allen anderen afrikanischen Ländern.

Nigeria erreicht mit nur 3 Punkten den letzten Platz, gleich nach Iran und Syrien.

Die USA kommen im Ranking nur auf Position 40. Das bekannte „Don’t ask, don’t tell“-Gesetz ist zwar jetzt abgeschafft, aber die US Army betrachtet transsexuelle Menschen nach wie vor als krank und kann die Bewerbungen solcher Kandidaten diskret ablehnen.

Welches Interesse sollten Streitkräfte daran haben schwule Soldaten und lesbische Soldatinnen zu akzeptieren? Ganz einfach, ein sehr produktives und qualitatives Interesse: Jeder LGBT-Soldat, der sich nicht mehr verstecken muss, kann sich wesentlich besser auf seine Arbeit konzentrieren.

Wolfgang / MensGo

(Quellen: Tahiti Infos und L’Express)

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