Umfrage: 53 % der Amerikaner für Homo-Ehe

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Umfrage: 53 % der Amerikaner für Homo-Ehe

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 8. März 2014) Gemäß einer am 26. Februar 2014 veröffentlichten Umfrage des „Public Religion Research Institute“ sind heute mehr Amerikaner (53 %) für die Homo-Ehe als dagegen (41 %). In den Südstaaten erreichen die Befürworter jedoch nur 48 % und bei den Afroamerikanern nur 39 %.

Zur Umfrage: Pressemitteilung | Zusammenfassung | Ergebnisse als PDF

Landkarte mit den Umfrageergebnissen zur Homo-Ehe

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken. © PRRI.

Von den 4.500 befragten Amerikanern geben 5,1 % an, schwul, lesbisch, bi oder transsexuell zu sein. Die Mehrheit der Befragten schätzt den LGBT-Anteil an der amerikanischen Bevölkerung mit ca. 20 % um den Faktor 4 zu hoch ein. Nur 14 % der Umfrageteilnehmer schätzen diesen Anteil an der Bevölkerung mit 5 % etwa richtig ein.

Seit 2003 ist die Akzeptanz der gleichgeschlechtlichen Ehe um 21 Prozentpunkte gestiegen und die Ablehnung um 18 % gesunken. Wenn man die Prozentwerte der entschiedenen Befürwortung (von 9% im Jahr 2003 auf 22 %) bzw. der strikten Ablehnung (von 35 % auf 20 % heute) betrachtet, wird diese Entwicklung sogar noch deutlicher.

Eine deutliche Trennlinie verläuft heute zwischen den westlichen (58 %) bzw. nordöstlichen (60 %) Staaten der USA und den Südstaaten (48 %). Auch zwischen den überwiegend demokratischen (64 %) sowie unabhängigen Staaten (57 %) und den republikanisch dominierten Staaten (34 %) zeigt sich ein starker Kontrast.

Trotz kleiner Abweichungen sind die Statistiken zu den religiösen Überzeugungen heute viel nuancierter. Die stärksten Befürworter der Homo-Ehe sind die amerikanischen Juden (83 %), noch vor den Teilnehmern ohne Religionszugehörigkeit (73 %), die vor zehn Jahren die einzigen Befürworter gleichgeschlechtlicher Ehen waren.

Den niedrigsten Zustimmungsgrad findet man bei der Gruppe der schwarzen Protestanten (35 %) und den evangelikalen Protestanten (27 %). Im Gegensatz dazu überwiegt heute die Akzeptanz bei den klassischen Protestanten (62 %), den weißen Katholiken (58 %) und den Hispano-Amerikanern (56 %).

Insbesondere bei der Jugend ist das Akzeptanzniveau am höchsten: Die Gruppe zwischen 18 und 33 Jahren kommt auf 69 %, die der älteren Menschen ab 68 nur auf 37 %. Allerdings ist die Altersgruppe 18-33 zugleich sehr gespalten: Die jungen Republikaner kommen nur auf 50 % und die jungen, weißen evangelikalen Protestanten nur auf 43 %. Auch die jüngeren Schwarzen (18-33 Jahre) stehen der Homo-Ehe viel offener gegenüber (59 %) als die schwarze Bevölkerung insgesamt (39 %).

Grafik zur Homo-Ehen-Umfrage

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken. © PRRI.

Im Durchschnitt sind heute etwa 58 % der Gesamtbevölkerung für das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare, gegenüber nur 38 % im Jahre 1999. Die Unterschiede der einzelnen Untergruppen stellen sich recht ähnlich dar wie in der Frage der Homo-Ehe.

Die gläubigen Umfrageteilnehmer schätzen die Aversionen ihrer Gruppe gegenüber der gleichgeschlechtlichen Ehe stärker ein, als sie wirklich ist. 58 % der Amerikaner finden auch, dass die religiösen Gruppen die Jugend in schwullesbischen Fragen zu sehr instrumentalisieren.

Umfragedetails: Durch das Public Religion Research Institute im Zeitraum 12.11. bis 18.12.2013 in Englisch oder Spanisch durchgeführte Telefonumfrage. Teilnehmer: 4.509 Personen im Alter von mindestens 18 Jahren. Die Stichprobenauswahl erfolgte zufällig, und die Daten wurden nach telefonischen und demografischen Merkmalen korrigiert. Die Umfrage wurde durch die Ford Foundation (Ford-Stiftung) finanziert.

Kommentar: Die hier angeführten Zahlen bestätigen die im Mai 2013 vom Pew Research Center veröffentlichten Zahlen. Die wesentlichen Kennzahlen sind nahezu unverändert oder weichen nur leicht in Richtung mehr Akzeptanz ab – mit der Ausnahme eines leichten Rückgangs der Akzeptanz im Nordosten und Westen.

Diese Zahlen bestätigen also, dass die Akzeptanz der Homo-Ehe in den USA eine stabile gesellschaftliche Tatsache geworden ist.

Wolfgang / MensGo (nach Pressemeldungen vom 26. Februar 2014)

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