SOS-Homophobie: Starker Anstieg homophober Aktionen im Jahr 2013

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SOS-Homophobie: Starker Anstieg homophober Aktionen im Jahr 2013

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 17. Mai 2014) Die französische Interessenvereinigung SOS-Homophobie hat 2013 insgesamt 3.517 Meldungen homophober Aktionen verzeichnet, das sind 78 % mehr als 2012.

Bericht 2014 (französisch): Zusammenfassung | Download (PDF)

Bericht von SOS-Homophobie 2014

Der Kampf gegen Homophobie ist auch ein Kampf gegen Ignoranz und Dummheit. Zum Vergrößern klicken. © SOS-Homophobie.

„Noch nie zuvor hat unsere Vereinigung so viele Handlungen gegen Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle verzeichnet wie 2013“, so SOS-Homophobie, eine französische Vereinigung, die am 11. April 2014 ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Die Interessenvertretung beobachtet zwei parallele, sich verändernde Verhaltensweisen: Einerseits finden homophobe Handlungen offener und enthemmter, ja fast militant statt, andererseits sind die Opfer und Zeugen solcher Handlungen auch eher bereit, diese zu melden.

Schon 2012 waren die gemeldeten Aktionen um 27 % angestiegen – parallel zur parlamentarischen Debatte über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Frankreich. Die höchsten Werte wurden 2013 zur gleichen Zeit registriert wie die großen Demos gegen die Homo-Ehe. Die Häufigkeit der Meldungen war auch im ersten Halbjahr (61 %) höher als im zweiten (39 %).

Der diesjährige Bericht von SOS-Homophobie, der die Zahlen von 2013 beleuchtet, betont insbesondere den Anstieg der Homophobie in allen ihren Formen. Homophobie äußert sich vor allem durch physische Gewalt (6 % der Fälle, ein Anstieg um 54 %) aber auch durch verbale Äußerungen (39 %) sowie im familiären Rahmen, im Unternehmen oder der Bildungseinrichtung.

Fast die Hälfte der berichteten Fälle bezieht sich auf das Internet, also z. B. auf Artikel oder Kommentare in Foren oder sozialen Netzwerken. Auch die berichteten Fälle aus dem schulischen Umfeld sind wiederum um 25 % angestiegen, nach einem Anstieg um 38 % im Jahre 2012.

SOS-Homophobie hat in Frankreich 18 Niederlassungen, darunter der Hauptsitz in Paris. Ihre Haupttätigkeitsfelder sind Präventionsarbeit, Opferhilfe sowie der Kampf für gleiche Rechte. Unter anderem führt sie zahlreiche Aktionen zur Sensibilisierung junger Menschen im Schulbereich durch.

Wolfgang / MensGo

(Nach französischen Pressemeldungen vom 13. Mai 2014, unter Anderem: Le Figaro und L’Express.)

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