Eingeschränkte Adoption für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland ermöglicht

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Eingeschränkte Adoption für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland ermöglicht

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 30. Mai 2014) Der deutsche Bundestag hat am 22. Mail 2014 ein neues Gesetz zur Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare verabschiedet. Das Kind eines Partners in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft kann nun vom anderen Partner adoptiert werden.

Bundestag, 23. Mai 2014

Der Plenarsaal des Bundestags. Zum Vergrößern klicken. © Deutscher Bundestag / Achim Melde.

Das neue Gesetz gilt ab sofort, wird jedoch nicht rückwirkend angewendet. Die betroffenen Paare müssen die administrativen Schritte selbst einleiten.

Es geht hier um die einfache Adoption, die sich nicht auf die biologischen Elternrechte auswirkt. Die Sukzessivadoption setzt voraus, dass einer der beiden Partner bereits ein leiblicher Elternteil ist. Der andere Partner erhält durch die Adoption nun dieselben Elternrechte.

Die oppositionellen (Bündnis 90 / Die Grünen) sowie Die Linke haben nicht für dieses Gesetz gestimmt, weil es ihnen nicht weit genug geht.

Sie fordern auch die gemeinsame Adoption von außenstehenden, also nicht verwandten Kindern.

Dieses Gesetz ist die Minimalumsetzung eines Bundesverfassungsgerichtsurteils (vollständiger Text | Zusammenfassung) vom Februar 2013. Es fordert, das Recht der Sukzessivadoption nicht allein auf verheiratete (also heterosexuelle) Paare zu beschränken. Dasselbe Urteil verbot auch, die sexuelle Orientierung des adoptierenden Elternteils bei der Adoption in Betracht zu ziehen.

Die Grünen sehen dies als eine „fiktive Gleichheit“ anstatt der „vollständigen rechtlichen Gleichstellung“ und fordern das Bundesverfassungsgericht auf, die Diskriminierung zu beenden.

Die regierende CDU will sich auf das volle Adoptionsrecht von Homosexuellen nicht einlassen, bevor nicht klar ist, welche Auswirkungen das Aufwachsen mit gleichgeschlechtlichen Eltern auf das Kindeswohl hat.

Wolfgang / MensGo
(Nach TheLocal.de vom 23. Mai 2014)

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