Umfrage: Belgische, französische und italienische heterosexuelle Studenten sind für die Homo-Ehe

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Umfrage: Belgische, französische und italienische heterosexuelle Studenten sind für die Homo-Ehe

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 16. Juli 2014) Etwa 75 % der heterosexuellen Studierenden unterstützen Homosexualität, und 55 bis 75 % unter ihnen, vor allem die Mädchen, sind für gleichgeschlechtliche Elternpaare. Dies sind einige der vorläufigen Ergebnisse einer übernationalen Studie, die von der Universität Lüttich unter belgischen, französischen und italienischen Studierenden durchgeführt wurde.

La comédie de l'amour (Lithographie)

„La comédie de l’amour“ (Die Komödie der Liebe, von Ernest La Jeunesse, 1897). © NGA, Geschenk von Martin und Liane W. Atlas.

Welche Meinung haben heterosexuelle Studierende zu gleichgeschlechtlichen Paaren und Eltern? Gibt es kausale Zusammenhänge zwischen männlichen bzw. weiblichen Rollenbildern, Religionszugehörigkeit sowie politischer Affinität heterosexueller Studenten und ihrer Bekanntschaft mit homosexuellen Personen, Paaren und Eltern einerseits und ihrer Einstellung zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften (eingetragene Partnerschaft oder Ehe) bzw. gleichgeschlechtlichen Eltern andererseits? Eine internationale Studie unter Leitung des Psychologen und Psychotherapeuten Salvatore D’Amore von der Uni Lüttich und seines Kollegen Robert-Jay Green von der Alliant University San Francisco versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben. Die ersten Ergebnisse betreffen belgische, französische und italienische Studenten. (Siehe auch die Methodik zur Studie weiter unten im Text.)

Die Nationalität der Befragten scheint sich auf die Meinung der Mädchen auszuwirken, aber nicht auf die der Jungs. So sind die Mädchen in Belgien (wo die Homo-Ehe legal ist) deutlich stärker für die Ehe von Schwulen und Lesben als die Mädchen in Italien (wo gleichgeschlechtliche Partnerschaften keinerlei juristische Grundlage besitzen).

Insgesamt stehen jedoch die weiblichen Studierenden der drei Länder gleichgeschlechtlichen Paaren und Eltern sehr viel positiver gegenüber als die männlichen.

Die Forscher haben auch einen direkten positiven Zusammenhang zwischen der Quantität und Qualität der sozialen Beziehungen mit LGBT-Personen und den positiven Meinungen zu schwullesbischen Themen festgestellt.

„Die hohe Akzeptanz der befragten Studierenden lässt erkennen, dass die soziale Stigmatisierung und die historischen Vorurteile gegenüber Homosexualität in diesen Ländern stark abzunehmen scheint. Ich sehe darin Zeichen der Hoffnung, dass zukünftige Generationen offener sein werden, und eine wichtige Botschaft für die Gesellschaft und die Justiz.“
(Salvatore D’Amore)

Methodik: Online-Umfrage unter 10.709 heterosexuellen Universitätsstudierenden zwischen 18 und 25 Jahren, darunter 4.621 aus Belgien, 2.263 aus Frankreich und 3.825 aus Italien.

Diese Studie ist Teil eines internationalen Forschungsprojekts unter 18.000 Studierenden in diesen drei und weiteren vier Ländern (Spanien, Griechenland, Polen und Portugal). Eine ähnliche Studie wird auch in Südafrika und der Türkei durchgeführt.

Kommentar: Nach diesen ersten Ergebnissen einer noch unveröffentlichten Studie erwarten wir mit Ungeduld die endgültigen Ergebnisse dieser eingeschränkten sowie der übergeordneten Gesamtstudie.

Es ist nicht gerade überraschend, dass sich Religiosität, politischer Konservativismus sowie geschlechterspezifische Rollenerwartungen äußerst nachteilig auf die Achtung und Akzeptanz von LGBT-Personen und -Themen auswirken.

Die Tatsache, dass mehr heterosexuelle Menschen Schwule und Lesben in ihrem Umfeld kennen und schätzen bestätigt wieder einmal, wie wichtig es ist, LGBT-Themen als normal und banal zu betrachten. Das gilt sowohl für das tägliche Leben normaler Leute als auch berühmter Persönlichkeiten – und deshalb ist es so wichtig, dass Stars und Sternchen offiziell ihr Coming-Out ankündigen uns die Medien dies völlig normal begleiten.

Wolfgang / MensGo
(Nach DH.be vom 14. Juli 2014)

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