Eine deutsche Fußballmannschaft für die Vielfalt

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Eine deutsche Fußballmannschaft für die Vielfalt

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 26. August 2014) Der frühere ostdeutsche Fußballspieler Marcus Urban und sein Verein wollen eine schwule und schwulenfreundliche Fußballmannschaft auf die Beine stellen. Ziel: Ein Spiel gegen eine Bundesligamannschaft, um so die schwulen Fußballer dazu zu ermutigen, sich nicht länger zu verstecken.

Team Vielfalt: Webseite
Marcus Urban: Webseite | Facebook-Seite

Spielfeldplan des Teams Vielfalt

Wie viele schwule Profi-Fußballspieler gibt es in Deutschland?
© Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft.

Team Vielfalt – für einen Fußball in Regenbogenfarben

Marcus Urban (43) ist heute der Sprecher des Vereins für Vielfalt in Sport und Gesellschaft (Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft), der dieses Projekt ins Leben gerufen hat.

Ziel ist es, das Team Vielfalt zu schaffen, das aus schwulen, bisexuellen und schwulenfreundlichen heterosexuellen Fußballern besteht.

Sobald die Mannschaft komplett ist, soll ein Freundschaftsspiel gegen einen Bundesligaverein stattfinden. Oder, so Urban, gegen jede andere bekannte französische (Paris Saint Germain, Bordeaux, Lyon), englische (Manchester United) oder spanische (FC Barcelona) Mannschaft.

Von 11 Feldspielern sind bereits zwei besetzt, ein homo- und ein heterosexueller Spieler.

Allerdings werden die Namen erst veröffentlicht, wenn das Team Vielfalt steht. Zwischenzeitlich wird jede besetzte Position durch ein weißes Trikot repräsentiert (siehe vorstehendes Spielfeldschema).

St. Pauli, aktuell in der zweiten Liga, unterstützt diese Initiative und hat zugesagt, die Spieler des Teams Vielfalt mit Trikots auszustatten.

Marcus Urban hat sich ein Jahr Zeit vorgenommen, um seine Mannschaft zu vervollständigen und einen prestigeträchtigen Gegner zu finden.

Marcus Urban: Spätes aber sehr aktives Coming-Out

Marcus Urban hat die meiste Zeit seiner aktiven Karriere in den 80er- und 90er-Jahren beim FC Rot-Weiß Erfurt gespielt.

Er hat sich nach Ende seiner Profi-Karriere im November 2007 geoutet. Im Jahr darauf hat er seine Biographie mit dem Titel Versteckspieler. Die Geschichte des schwulen Fußballers Marcus Urban veröffentlicht. Dieses Buch fand in Deutschland ein großes Medienecho und hat seinem Autor, laut Wikipedia, die Berufung als Berater für die Vielfalt in Städten wie Berlin, Hamburg und Weimar eingebracht.

Urban engagiert sich auch für das Projekt „Fußball gegen Homophobie“ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Kommentar: Falls am Ende noch ein oder zwei Spieler fehlen sollte, so werden sich die Mitglieder von Paris Foot Gay – einem Club mit ähnlichem Ziel – nicht scheuen, bei dieser Aktion einzuspringen... ;)

Wolfgang / MensGo
(Nach L’Express und La Tribune de Genève vom 26. August 2014)

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