Alaska wegen Verbot der Homo-Ehe verurteilt

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Alaska wegen Verbot der Homo-Ehe verurteilt

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 14. Oktober 2014) In einem Erlass vom 12. Oktober verurteilt der US-Bundesrichter Timothy Burgess das Verbot gleichgeschlechtlicher Eheschließungen im Staat Alaska als diskriminierend und damit verfassungswidrig. Außerdem schreibt er dem Staat vor, in anderen Staaten legal geschlossene lesbische und schwule Ehen anzuerkennen.

Alaska

Ursprung im Jahr 2008, mit Bestätigung 2014.
© Flickr/Mel Green.

Richter Timothy M. Burgess (der 2006 durch Präsident George W. Bush ernannt wurde) traf seine Entscheidung aufgrund der Klage eines homosexuellen Paares, das in Alaska heiraten möchte sowie vier anderer Paare, die ihre anderswo geschlossene Ehe dort anerkennen lassen möchten.

Das Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen in Alaska war 1998 durch einen Volksentscheid entschieden worden. Burgess schreibt in seiner 25-seitigen Urteilsbegründung, dass „die Beachtung der Tradition kein gültiges Argument dafür ist, einem Menschen seine durch die Verfassung garantierten Rechte vorzuenthalten“. Außerdem führt er in seiner Begründung auch die 14. Änderung der amerikanischen Verfassung auf.

Durch eine sofortige Anordnung wird das Urteil unmittelbar rechtswirksam. Der Staat Alaska kann also keinem schwulen oder lesbischem Paar mehr die Eheschließung versagen – allerdings hat der Gouverneur Sean Parnell bereits angekündigt, Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen.

Die Endgültigkeit dieser Entscheidung ist zwar noch nicht gesichert, dennoch haben mehrere Standesämter bereits erklärt, sofort Anträge auf Homo-Ehen anzunehmen. Zwischen dem Antrag und dem Vollzug der Eheschließung müssen in Alaska allerdings mindestens drei Tage liegen.

Einschließlich Alaska ist die Zahl der Staaten, in denen Homo-Ehen geschlossen werden können bzw. in denen ein entsprechendes Verbot für verfassungswidrig erklärt wurde, mittlerweile auf 35 angewachsen. Siehe hierzu auch unseren Artikel vom 8. Oktober 2014.

Wolfgang / MensGo

(nach Le Figaro und Le Monde vom 13. Oktober 2014.)

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