Römischer Bürgermeister vollzieht symbolisch 16 Homo-Ehen

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Römischer Bürgermeister vollzieht symbolisch 16 Homo-Ehen

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 22. Oktober 2014) Der römische Bürgermeister, Ignazio Marino, hat am 18. Oktober 16 schwule und lesbische Ehen standesamtlich beurkundet – obwohl das gesetzlich nicht erlaubt ist... jedenfalls derzeit nicht.

Homo-Ehe in Rom

Die frisch Vermählten in Rom, so wie zuvor die von Bègles in Frankreich. © DR.

Alle diese Ehen waren zuvor legal in Staaten geschlossen worden, in denen dies möglich ist. In Italien gibt es immer noch keine Homo-Ehe und auch keine eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaft. Zehn Tage vor der Initiative Ignazio Marions hatte der italienische Innenminister ein Rundschreiben herausgegeben, das die Übertragung von im Ausland geschlossenen Homo-Ehen in die italienischen Standesamtsregister untersagte. Zugleich hat ein Berufungsgericht eine am 9. April 2014 durch das Gericht von Grosseto anerkannte Homo-Ehe wieder aufgehoben.

Lesbische Eheschließung in Rom

Echte Ehe? Falsche Ehe? Egal, solange sie auf Liebe gründet… © DR.

Ignazio Marino ist also in die Verteidigung gegangen, um gegen eine doppelte Entscheidung vorzugehen, die er für unzulässig hält. Natürlich stecken auch seine linken Ideale und sein schwulenfreundlicher Kampfgeist dahinter. Deshalb also diese sehr offizielle Zeremonie im Rathaus mit den Farben grün, weiß, rot und den Regenbogenfarben. Die Männer- und Frauenpaare kamen mit ihren Kindern, Familien und Freunden.

Der Vorgang wurde natürlich fotografisch verewigt und auf der offiziellen Webseite sowie der Facebook-Seite von Rom veröffentlicht.

Der erste Schritt zur Legalisierung der Homo-Ehe? © DR.

Der Innenminister und der Stadtrat haben diese Initiative für illegal erklärt, und die Diözese von Rom hat sie sehr heftig kritisiert. Zu gleicher Zeit fand auch die Synode der katholischen Kirche statt, wo man unter anderem auch die Frage der Homosexualität erörterte, sich aber am Ende auf keine vernünftige Lösung einigen konnte.

Auch die Bürgermeister von Bologna, Mailand und Turin haben beschlossen, das ministerielle Rundschreiben gegen die Übernahme im Ausland geschlossener Homo-Ehen nicht anzuwenden.

Wolfgang / MensGo

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