160 symbolische Homo-Ehen in Rio de Janeiro geschlossen

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160 symbolische Homo-Ehen in Rio de Janeiro geschlossen

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 24. November 2014) Der brasilianische Staat Rio de Janeiro hat in der gleichnamigen Hauptstadt am 23. November 2014 zum fünften Mal gleichgeschlechtliche Eheschließungen vollzogen. Im Beisein von 1500 Gästen haben dieses Mal 160 gleichgeschlechtliche Paare geheiratet – ein Weltrekord.

Im folgenden Video-Clip interpretiert Jane di Castro „Non, je ne regrette rien“ von Édith Piaf (Aufnahme vom August 2014).

Emotionen, Emotionen

Jane di Castro (65), transsexuelle Sängerin und LGBT-Aktivistin hat diese Gelegenheit genutzt, ihren Otávio zu heiraten, mit dem sie seit 47 Jahren zusammen ist. Außerdem hat sie das Lied Emoções (Emotionen) von Roberto Carlos interpretiert und zur Hymne dieser Gemeinschaftsfeier gemacht.

Die 160 Paare, etwa zwei Drittel lesbische und ein Drittel schwule Paare, kamen aus allen Gegenden des Staats Rio de Janeiro und hatten sich zu diesem Anlass in einem frisch renovierten Lagerhaus am Hafen eingefunden.

Diese Initiative ist Teil eines Programms des Staats Rio gegen Homophobie, das seit 2013 die vorherigen vier Feiern veranstaltet hat. Dank dieser halböffentlichen Organisation haben, mit den aktuellen 160 Paaren, nun insgesamt schon um die 500 gleichgeschlechtliche Paare bei solchen Feiern geheiratet. Das Gericht von Rio de Janeiro war einer der Schirmherren dieser Feier.

Schwullesbische Rechte befördern

Der Koordinator der Organisation, Cláudio Nascimento versucht damit, die Diskriminierung gegen LGBT-Personen zu bekämpfen. Sie zeigt sich unter anderem durch physische Gewalt, Belästigungen und Mobbing, durch die Unfähigkeit des Parlaments, ein Gesetz gegen Homophobie zu verabschieden und schließlich durch die zögerliche Haltung der Justiz, wenn es darum geht die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare zu garantieren.

Jane di Castro

Jane di Castro interpretiert neben ihrem Otávio ein Lied voller Emotionen. © Jane di Castro.

Seit 2011 garantiert der oberste brasilianische Gerichtshof gleichgeschlechtlichen Paaren dieselben Rechte und Vorteile wie heterosexuellen Paaren. Dies geht auf ein 2008 von der Regierung Rio de Janeiros angestrengtes Berufungsverfahren vor dem obersten Gerichtshof zurück.

300 gleichgeschlechtliche Paare im Jahr 2015!

An der Tür zur Homo-Ehe hört die Gleichberechtigung jedoch auf, da gleichgeschlechtliche Ehen in Brasilien noch nicht möglich sind. Insofern sind die jetzt gefeierten 160 standesamtlichen Homo-Ehen lediglich symbolischer Natur. Auf einer übergroßen Plakat wurde die Hauptforderung der Teilnehmer sehr schön wiedergegeben: „Weil Liebe ein Recht ist“.

Für 2015 plant Cláudio Nascimento eine Wiederholung dieses Events – aber dann mit 300 gleichgeschlechtlichen Paaren.

Wolfgang / MensGo
(Nach internationaler Presse, darunter Globo.com vom 23. November und NouvelObs.com vom 24. November 2014)

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