EGMR verurteilt Italien wegen eines Kindes aus Leihmutterschaft

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EGMR verurteilt Italien wegen eines Kindes aus Leihmutterschaft

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 28. Januar 2015) In einem Urteil vom 27. Januar 2015 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Italien dafür gerügt, „dem höherwertigen Interesse eines durch Leihmutterschaft im Ausland ausgetragenen Kindes“ nicht den gebührenden Vorrang eingeräumt zu haben. Die italienischen Behörden haben sich geweigert, dem Kind eine Geburts- und Abstammungsurkunde auszustellen – mit der Begründung, dass die Leihmutterschaft in Italien verboten sei und das Kind von einer Leihmutterschaft im Ausland ausgetragen worden sei.

Urteil des EGMR

Die zaghafte Entscheidung des EGMR: „Das höherwertige Interesse des nach einer Leihmutterschaft geborenen Kindes hätte in den Entscheidungen der italienischen Behörden Vorrang erhalten müssen“. (Urteil verfügbar auf französisch.)

Die Eltern des Kindes hatten den Fall vor das EGMR gebracht (Antrag Nr. 25358/12), das ihnen nun teilweise und vorläufig Recht gab (Entscheidung Nr. 028/2015, derzeit nur verfügbar auf Französisch).

Pressemitteilungen zu diesem Fall gibt es hier (Tab „Related“) in Englisch und Französisch.

Das Urteil wird endgültig, wenn keine der Parteien innerhalb von drei Monaten Berufung einlegt.

Eine genauere Betrachtung des Falls gibt es auf unserer französischsprachigen Seite.

Wolfgang / MensGo
(Nach Le Figaro vom 27. Januar 2015)

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