Obama hat wohl seine schwulenfreundliche Einstellung aus politischem Kalkül entschärft

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Obama hat wohl seine schwulenfreundliche Einstellung aus politischem Kalkül entschärft

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 14. Februar 2015) Ein kürzlich erschienenes Buch deckt auf, dass Barack Obama gegenüber seinen wirklichen persönlichen Überzeugungen in seinen offiziellen Äußerungen eine weniger schwulenfreundliche Position einnimmt. Obama möchte dies nicht dementieren.

Im nachfolgenden Video vom Dezember 2010 sagt Barack Obama, dass er „mit sich ringt“ (Englisch: „I am struggling with this“), und dass er gern eine gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft zulassen möchte, sofern dies nicht bis zur Ehe gehe. Man bemerkt in diesem Videoclip, dass statt der sonst üblichen, sehr souveränen Sprache Obamas hier eher konfuse und unbeholfene Formulierungen stehen.

Hat Obama seine wahre Überzeugung aus Wahlkampftaktik verschleiert?

David Axelrod, ein früherer enger Berater von Barack Obama, behauptet dies in seinem Buch Believer: My Forty Years In Politics (Seiten 446-447). Seinen Aussagen nach hat Obama „seine wahre Einstellung verändert, um gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften anstatt der Homo-Ehe zu unterstützen“. Allerdings war der Präsident mit dieser Lüge nie glücklich, so Axelrod, und hat sie demzufolge auch nur sehr ungeschickt verteidigt.

Anscheinend hat Obama seine wahre Überzeugung im Laufe der Jahre bei mehreren Gelegenheiten verschleiert, wie die Huffington Post berichtet.

Erst nachdem sich Vizepräsident Joe Biden im Mai 2012 für die Homo-Ehe ausgesprochen hatte, hat Obama selbst auch eine klare Linie für die gleichgeschlechtliche Ehe bezogen.

Obama bestreitet jegliches politisches Kalkül

Obama bestreitet, seine wahre Meinung aus politischer Berechnung verborgen zu haben. Er habe seine offizielle Position nur etwas abgeschwächt, um die verschiedensten „religiösen Empfindsamkeiten“ zu berücksichtigen. Erst nachdem er erkannt hatte, wie sehr Homosexuelle ausgegrenzt werden, hat er seine wirkliche Position auch offiziell vertreten.

Wie dem auch sei: Barack Obama begrüßt die gestrige Entscheidung des obersten Gerichtshofs gegen eine Urteilsaussetzung in der Frage der Homo-Ehen in Alabama (siehe unseren gestrigen Artikel). Angesichts „der kritischen Anzahl an Staaten, die die Homo-Ehe bereits anerkannt haben, hat ein solches Flickwerk für uns einfach keinen Sinn mehr“, erklärte er.

Der Präsident ist der Meinung, dass die Justiz in Alabama sich nach der Bundesjustiz zu halten habe. „Wenn Bundesgesetze mit Gesetzen der einzelnen Staaten in Konflikt stehen, so überwiegen die Bundesgesetze“. Mit anderen Worten, auch Alabama wird eines Tages schwule und lesbische Eheschließungen auf seinem Staatsgebiet vollziehen.

Obama erklärt weiter, dass der Grund für den weiteren Fortschritt der Homo-Ehe in seinen beiden Amtszeiten sicherlich darin zu finden ist, dass dieses Ziel einfacher zu verteidigen ist als der Kampf gegen städtische Armut oder die Gesundheitsreform. Außerdem haben natürlich auch die LGBT-Interessengruppen ihre Lobbying- und Aufklärungsarbeit sehr wirkungsvoll betrieben.

Hier ein Ausschnitt aus dem Interview mit Barack Obama zum Stand der Homo-Ehe in den USA und in Alabama:


Wolfgang / MensGo
(Nach BuzzFeedNews vom 11. Februar 2015)

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