60 % der Wähler in den USA sind für die Homo-Ehe

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60 % der Wähler in den USA sind für die Homo-Ehe

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 17. Februar 2015) Nach einer Umfrage von Ende Januar 2015, die im Auftrag der Human Rights Campaign (HRC) durch Greenberg Quinlan Rosner durchgeführt wurde, sprachen sich 60 % der Befragten für die Homo-Ehe und nur 37 % dagegen aus. 43 % sprachen sich sogar „sehr stark für“ die gleichgeschlechtliche Ehe aus. So etwas gab es in den USA bis jetzt noch nie.

Homo-Ehe: 43 % sehr dafür und 28 % sehr dagegen.

Dafür oder dagegen? © HRC.

Greenberg Quinlan Rosner ist eine der demokratischen Partei nahestehende Organisation. Dennoch untermauert ihre aktuelle Studie zwei vorherige Studien: Eine im Oktober 2014 im Auftrag von ABC News und der Washington Post durchgeführte Studie ermittelte für die Befürworter der Homo-Ehe einen Prozentsatz von 56 %, also nahezu dieselbe Quote wie bei einer Umfrage von der New York Times und CBS News vom Februar 2015.

Greenberg Quinlan Rosner fand heraus, dass in den 37 Staaten, in denen die Homo-Ehe bereits erlaubt ist, sich 64 % der für die Wahl im November 2016 registrierten Wähler dafür aussprechen.

Mittlerweile erklären 8 von 10 Amerikanern, einen LGBT-Menschen zu kennen, und 46 % der Befragten kennen ein gleichgeschlechtliches Paar, das entweder verheiratet ist oder in einer Lebensgemeinschaft lebt. Von diesen 46 % sprechen sich drei Viertel für die gleichgeschlechtliche Ehe aus.

Der Widerspruch gegen die Homo-Ehe verliert laut HRC überall an Boden, auch bei den Katholiken, den Evangelikalen, den Südstaatlern (50 % dafür und „nur noch“ 47 % dagegen), bei den weniger Gebildeten und sogar bei den Senioren (jetzt 48 % dafür und 50 % dagegen) und den Republikanern (35 % dafür und noch immer 61 % dagegen).

Methodik: Vom 25. bis 31. Januar 2015 unter 1000 für die Präsidentschaftswahlen 2016 registrierten Wählern durchgeführte Umfrage.

Kommentar: Kein Grund zu übertriebener Freude.

Greenberg Quinlan Rosner hat bei Umfragen nicht den guten Ruf wie z. B. Pew Research, und man spricht von einer möglichen Fehlerrate von 3 %.

Man sollte auch nicht vergessen, dass „ja“ und „nein“ nicht absolut sondern durchaus relativ sind: „Eher ja“, „eher nein“ – damit verschiebt sich das Spektrum möglicherweise etwas.

Außerdem scheinen sich die Wähler bei sehr entscheidenden gesellschaftspolitischen Fragen häufig erst im letzten Moment zu entscheiden. Insofern sind solche Umfragen mit langer Vorlaufzeit auch eher vorsichtig zu betrachten.

Wieso befragt man eigentlich Leute auf Wählerlisten, und wieso für die Wahl im November 2016?
Das wird häufig so gemacht, weil in den USA die Präsidentschafts- und Kongresswahlen meist mit lokalen und regionalen Referenda zu allen möglichen Fragen kombiniert werden. Bis dahin ist es jedoch durchaus möglich, dass das Supreme Court sich dieser Frage endlich annimmt und die Homo-Ehe als ein verfassungsgemäßes und unantastbares Recht beurteilt.

Wolfgang / MensGo
(Nach Politico vom 13. Januar 2015)

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