In den USA akzeptieren die jungen Leute zwischen 18 und 35 die Homosexualität, aber…

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In den USA akzeptieren die jungen Leute zwischen 18 und 35 die Homosexualität, aber…

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 31. März 2015) Eine am 27. März 2015 veröffentlichte Studie des Public Religion Research Institute zeigt die Bedeutung religiöser, rassischer und sexueller Vorurteile in der Wahrnehmung von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Beziehungen.

Umfragetabelle

Zum Vergrößern klicken. © Publicreligion.org.

Das Public Religion Research Institute (PRRI) hat junge Amerikaner der Altersgruppe 18-35 – der berühmten Generation Y – zu ihrer Wahrnehmung von Sexualität und Fortpflanzung befragt, und zwar in Abhängigkeit ihrer religiösen Überzeugungen und ihrer Rassenzugehörigkeit.

Ein wichtiger Teil der Umfrage widmet sich der moralischen Akzeptanz der „mit Sexualität zusammenhängenden Verhaltensweisen“.
Sexuelle Beziehungen zwischen erwachsenen Menschen desselben Geschlechts betrachten 42 % der Befragten als „moralisch akzeptabel“, 38 % als „moralisch verwerflich“ und 13 % meinen, das hinge vom Einzelfall ab.
Der Akzeptanzgrad steigt wesentlich mit dem Bildungsniveau, was nicht weiter überrascht.

Die am häufigsten diskriminierten Personen sind Transsexuelle (47 %), HIV-positive oder an AIDS erkrankte Menschen (36 %) sowie schwangere Minderjährige (34 %). Danach kommen Schwule und Lesben (29 %) und Frauen, die abgetrieben haben (24 %).

Natürlich hängen die Antworten auch vom Geschlecht der Befragten und anderen Faktoren ab. Afro-Amerikaner und besonders Afro-Amerikanerinnen haben besonders viel Mitgefühl für Diskrimination, zum Beispiel im Hinblick auf HIV/AIDS und allgemein gegen Schwule und Lesben.

Insbesondere die religiöse Zugehörigkeit spielt eine große Rolle. Allgemein haben evangelikale und hispanische Protestanten weniger Verständnis für die Belange der LGBT-Bevölkerung als z. B. die übrigen Protestanten, hispanische Katholiken, weiße Katholiken, Atheisten oder Agnostiker.

87 % meinen, die Krankenversicherung sollte Tests auf HIV und Geschlechtskrankheiten bezahlen, aber nur 45 % finden, dass sie die Kosten für Abtreibungen übernehmen sollte – wohingegen 51 % dagegen sind.

Methode: Online-Umfrage durch das PRRI, durchgeführt zwischen dem 12. und 25. Februar 2015 unter 2.314 Erwachsenen zwischen 18 und 35 Jahren (zufällige Stichprobe).

Die Ergebnisse wurden korrigiert, damit die Stichprobe dem allgemeinen amerikanischen demografischen Profil der Erwachsenen von 18-35 entspricht. Fehlertoleranz ±2,7 %.

Etwa 1 % der Befragten definieren sich als lesbisch, 1 % als transsexuell, 2 % als schwul, 4 % als bisexuell und 88 % als heterosexuell.

Kommentar: In den USA spielt die Religion eine überaus starke Rolle, woraus sich wohl die starken Vorurteile ergeben. Unklar ist, wo dabei die „christliche Nächstenliebe“ bleibt.

Wolfgang / MensGo
(Nach amerikanischer Tagespresse vom 30. März 2015, darunter Washington Post)

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