São Paulo ermuntert Transsexuelle zur Rückkehr zur Schule

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São Paulo ermuntert Transsexuelle zur Rückkehr zur Schule

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 9. April 2015) Im Februar 2015 hat die Stadtverwaltung von São Paulo eine zweijährige Initiative zur Wiedereingliederung von ca. 100 Transsexuellen in den Arbeitsmarkt gestartet. Die Metropole wird in das Programm mit dem Namen „Trans-Bürgerschaft“ 3 Mio. Reais (ca. 890.000 EUR) investieren.

Gay Pride in São Paulo

Der CSD (Gay Pride) von São Paulo findet schon bald statt! © Gaypridebrazil.org.

Den teilnehmenden Transvestiten und Transsexuellen sollen über zwei Jahre hinweg täglich sechs Stunden Unterricht angeboten werden. Nach dem Grundkurs (Grundschulniveau) folgen technischer Unterricht und Unternehmenspraktika. Das Programm wird von Symmy Larrat, selbst transsexuell, beaufsichtigt.

Während der Ausbildung erhält jeder Teilnehmer einen Förderbetrag von 827 Reais (245 EUR), der etwas über dem brasilianischen Mindestlohn liegt, solange er bzw. sie nicht unentschuldigt fehlt.

In Brasilien gehen viele Transsexuelle auf den Strich um zu überleben – entweder weil sie keine normale Arbeitsstelle finden oder aufgrund ihrer persönlichen oder familiären Verhältnisse. Einige der Teilnehmer an der Fortbildungsinitiative gehen weiterhin auf den Strich, weil der Förderbetrag oft nicht für die monatlichen Kosten ausreicht.

Fernando Haddad, Bürgermeister von São Paulo, bezeichnet die Initiative als „soziale Rettung“.
Die Warteliste für das Programm ist sehr lang und enthält in etwa gleich viele Menschen, wie bereits für den laufenden Kurs 2015-2017 zugelassen wurden.

Wie auch anderenorts gehören Transvestiten und Transsexuelle in Brasilien zu den am stärksten diskriminierten Bevölkerungsgruppen. Die Interessengruppe Transgender Europe listet ca. 602 transphobe Morde in Brasilien zwischen dem 1. Januar 2008 und dem 31. März 2014 – also fast die Hälfte der 1509 transsexuellen Opfer von Morden weltweit.

Nach den Zahlen der Organisation Grupo Gay da Bahia fielen 2014 etwa 134 Menschen in Brasilien transphober Gewalt zum Opfer.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Roussef hatte in ihrem letzten Wahlkampf versprochen, homophobe Gewalt zum Straftatbestand zu machen. Allerdings blockiert das Parlament derzeit diese Initiative aufgrund überwiegend religiöser Motive.

CUnd das, obwohl der wichtigste und größte CSD (Gay Pride) jedes Jahre gerade in Brasilien stattfindet, und zwar just in São Paulo – dieses Jahr vom 4. bis 18. Mai 2015.

Wolfgang / MensGo
(Nach The Sun Daily und Le Figaro vom 8. April 2015)

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