Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft: Ja in Chile, nein in Peru

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Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft: Ja in Chile, nein in Peru

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 15. April 2015) Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat am 13. April 2015 ein Gesetz zur gleichgeschlechtlichen eingetragenen Partnerschaft ratifiziert. Im benachbarten Peru wurde eine ähnliche Gesetzesvorlage von einem Parlamentsausschuss abgelehnt.

Feier mit Präsidentin Michelle Bachelet

Michelle Bachelet sagt „Ja“ zur eingetragenen Partnerschaft. Zum Vergrößern klicken. © Movilh Chile CC BY-NC-ND 2.0.

Chile legalisiert eingetragene Partnerschaft

Das neue chilenische Gesetz zur Schaffung homo- und heterosexueller Partnerschaften wird in sechs Monaten, also im Oktober 2015 in Kraft treten. Diese eingetragene Partnerschaft gibt homo- und heterosexuellen unverheirateten Paaren dieselben Rechte und Pflichten – sehr ähnlich denen von verheirateten Paaren.

Die Partnerschaft wird durch einen notariell bestätigten Akt geschlossen werden können, entweder in Chile selbst oder in seinen Auslandskonsulaten.

Diese neue Institution erlaubt den Partnern bestimmte Dinge im Namen des anderen zu entscheiden. Außerdem gibt es umfangreiche Rechte bezüglich Gesundheit, Sozialleistungen usw.

Berechnungen der chilenischen Regierung kommen zum Schluss, dass etwa 2 Mio. Menschen von dieser Partnerschaft profitieren könnten, wobei es sich überwiegend um heterosexuelle Paare handeln dürfte.

Nach vier Jahren der gesetzgeberischen Vorbereitung wurde das Gesetz von beiden Kammern des chilenischen Parlaments mit deutlicher Mehrheit angenommen.

Die chilenische Bewegung für Integration und homosexuelle Befreiung (Movilh) hat die Ratifizierung des Gesetzes als „historischen Tag für die soziale Vielfalt“ gefeiert.

Auch wenn die eingetragene Partnerschaft ein sehr wichtiger Schritt ist, so wird Chile (nach Argentinien, Brasilien und Uruguay) damit noch nicht das vierte lateinamerikanische Land, in dem die Homo-Ehe möglich ist. Erst 1999 wurde übrigens in Chile die Homosexualität straffrei gestellt.

Peru lehnt gleichgeschlechtliche Partnerschaft ab

In Peru hingegen hat der Justiz- und Menschenrechtsausschuss des Parlaments am 14. April 2015 die Ablehnung eines solchen Gesetzes durch den Kongress bestätigt. Vor Ablauf eines Jahres darf keine ähnliche Gesetzesvorlage mehr eingebracht werden.

Dieser Ablehnung war bereits eine weitere Initiative vorausgegangen, die am 10. März 2015 abgelehnt worden war. Die Initiative stammte von Carlos Bruce, dem einzigen offen lebenden schwulen Parlamentarier Perus.

Sein Kollege Mauricio Mulder hat die Gesetzesvorlage nochmals eingebracht, dafür jedoch am 14. April nur zwei Stimmen erhalten.

Nur eine Woche vorher fand der zweite CSD statt, ein „Marsch für Gleichheit“, der Tausende LGBT-Personen und -Freunde auf die Straßen von Lima brachte. Die Teilnehmer forderten die Legalisierung der Homo-Partnerschaft und das Ende der homophoben Diskriminierung in Peru.

Wolfgang / MensGo
(Nach CNN und Latin Times vom 14. April [Chile] und La Prensa vom 15. April 2015 [Peru])

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