Bewegter und gelungener CSD in Moldawien

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Bewegter und gelungener CSD in Moldawien

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 19. Mai 2015) Das LGBT-Festival in der Republik Moldau wurde am 17. Mai 2015 in der Hauptstadt Kischinau (Chișinău) durch einen CSD (Gay Pride Parade) unter starkem Polizeischutz gekrönt.

Etwa 150 Schwule, Lesben, Transsexuelle und deren Freunde marschierten durch die Straßen von Kischinau. Begleitet wurde der Pride-Marsch von einem eindrucksvollen Polizeiaufgebot, wie hier zu sehen (Euronews-Reportage mit Originalton):

Die Ordnungskräfte hatten zum einen den Auftrag, die Parade zu begleiten, andererseits aber deren Teilnehmer auch vor einem Überhandnehmen durch Gegendemonstrationen einiger Dutzend ultrareligiöser Menschen und Priester zu beschützen. Es gab zwar einige Festnahmen, aber insgesamt verlief die Parade relativ ruhig – vielleicht auch wegen des starken Polizeiaufgebots: Die Zahl der Polizisten überstieg bei weitem die Zahl der teilnehmenden Aktivisten und Gegendemonstranten.

Die schwedische Botschafterin und der US-Botschafter hielten jeweils eine Festansprache. Am Ende der Veranstaltung stiegen Luftballons in allen Regenbogenfarben in den Himmel – ein bunter und festlicher Gegenpol zum grauen Wetter.

Hier noch eine weitere Reportage, und zwar von Ukraine Today:

Unter dem Motto „Weil ich hier lebe“ forderten die Teilnehmer unter anderem die Gleichbehandlung für alle Paare, unabhängig von ihrem Geschlecht. Die Gegendemonstranten äußerten sich vor allem gegen die Homo-Ehe.

In Moldawien gibt es laut Wikipedia weder eine Homo-Ehe noch eine eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare.

Wie auch in den beiden Nachbarstaaten Rumänien und Ukraine ist die Bevölkerung Moldawiens überwiegend homophob. Der erste CSD konnte vor zwei Jahren erst nach einem langen Rechtsstreit in Kischinau abgehalten werden.

Zum Abschluss hier noch eine weitere Reportage von Radio Free Europe (mit Originalton).

Wolfgang / MensGo
(Nach Radio Free Europe – Radio Liberty vom 17. Mai 2015)

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