Homo-Ehe – 1:0 für Irland!

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Homo-Ehe – 1:0 für Irland!

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 25. Mai 2015) Irland ist jetzt das erste und bisher einzige Land, das die Homo-Ehe per Volksentscheid legalisiert hat. 62 % haben letzten Freitag für die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt – ein Sieg auf breiter Linie

Die wichtigsten Regeln

  • Per Referendum vom 22. Mai 2015 wird die vollständige Gleichstellung der standesamtlichen Ehe zwischen Personen gleichen Geschlechts mit der heterosexuellen Ehe erreicht.
  • Angehörige und Führer religiöser Gemeinschaften werden nicht gezwungen, gleichgeschlechtliche Hochzeiten durchzuführen oder zu segnen.
  • Die neue Homo-Ehe ersetzt die vorige Lebenspartnerschaft vollständig. Allerdings behalten zuvor geschlossene Lebenspartnerschaften ihren Status und werden nicht automatisch in Ehen überführt.
  • Falls einer der beiden Ehepartner sich einer Geschlechtsumwandlung unterzieht, hat dies keinerlei Auswirkungen auf den Stand der Ehe zwischen den beiden Partnern.

Teilnahmequote

Insgesamt: 60,52 %

Diese Quote liegt um 10 bis 20 Prozentpunkte höher als üblicherweise bei den meisten Volksabstimmungen zuvor. Dies mag aber auch davon kommen, dass zugleich über das Mindestalter für das Amt des Staatsoberhaupts abgestimmt wurde.

Ergebnis

  • Ja (für die Homo-Ehe): 62,07 %
  • Nein (gegen die Homo-Ehe): 37,97 %

Landkreise/Bezirke

  • Insgesamt: 43 (davon 12 in Dublin und 31 auf dem Land).
  • Ja: 42
  • Nein: 1
    Der Kreis Roscommon-South Leitrim hat als einziger für Nein gestimmt (mit 51,42 %).

Abgeordnete

  • Gesamt: 166
  • Nein: 2
    Nur 2 Abgeordnete haben offen gegen die Homo-Ehe gekämpft. Alle Parteien, einschließlich der Opposition, haben sich für die Homo-Ehe geäußert.

Aktionskalender

  • Mai-Juni 2015: Abstimmung zu einer Verfassungsänderung: Anpassung des Artikels 41 der irischen Verfassung. Die Ehe wird von nun an „zwei Personen ohne Unterscheidung des Geschlechts vereinen“.
  • Juni-Juli 2015: Gesetzesinitiative und Eilentscheid der beiden Kammern mit dem Ziel der Umsetzung der Verfassungsänderung. In Zukunft werden Eheleute entweder als „Mann und Frau“ oder als „Ehepartner“ bezeichnet werden.
  • Oktober–Dezember 2015: Erste schwule und lesbische Hochzeiten in Irland – weil das Aufgebot vor der Hochzeit mindestens 3 Monate dauern muss.

Symbolische Daten

  • 1993
    Homosexualität wird straffrei. Die Armee erweitert ihre Personalwerbung auf Schwule.
  • 2000
    Die künstliche Befruchtung wird lesbischen Paaren ermöglicht.
  • 2011
    Die Iren sind mehrheitlich (zu 84 %) katholischen Glaubens, wobei sich die meisten auf die drei Hauptsakramente beschränken.
    Mehrere große Skandale (Misshandlungen, Pädophilie usw.) schwächen die Glaubwürdigkeit der irischen katholischen Kirche, und die Zahl der Kirchenbesucher nimmt stark ab.
  • 2013
    Ein neues Gesetz erlaubt Abtreibungen, allerdings nur, falls das Leben der Frau in Gefahr ist. In allen anderen Fällen bleibt Abtreibung verboten, auch bei Schwangerschaften aufgrund von Vergewaltigung oder Inzest

Fazit:
Trotz der sehr katholisch geprägten Kultur zeigt Irland hier vielen anderen Ländern, wie es geht. ☺

Wolfgang / MensGo
(Irish Times vom 24. Mai 2015)

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