Finale der italienischen Fußballliga wegen homophober Äußerungen fast abgesagt

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Finale der italienischen Fußballliga wegen homophober Äußerungen fast abgesagt

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 27. Mai 2015) Homophobe Äußerungen, die der Präsident der italienischen Amateurfußballliga gesagt haben soll, führten zur zeitweiligen Absage des Finalspiels der italienischen Fußballliga, das am 23. Mai 2015 stattfinden sollte.

Es geht hier um die italienische Meisterschaft... im Frauenfußball!
Unter Protesten der Fans wurde der Anstoß der beiden Halbfinalspiele um jeweils eine Viertelstunde verzögert, und dann wurde das Finalspiel zwischen Brescia und Tavagnacco vom Spielplan genommen – bevor es dann, wie ursprünglich geplant, am 23. Mai stattfinden konnte.

Fußballerinnen von Brescia

Ausspruch eines homophoben Funktionärs: „Ich habe es satt, diesen vier Lesben Kohle zu geben.“ © Bresciacalciofemminile.it.

Diese Affäre begann am 15. März bei einer Sitzung der nationalen Amateur-Fußballliga. Ihr Präsident Felice Belloli soll dabei über den Frauenfußball gesagt haben: „Ich habe es satt, diesen vier Lesben Kohle zu geben.“

Belloli streitet diese Äußerungen, trotz gegenteiliger Zeugenaussagen, ab. Die Liga hat daraufhin sein Verhalten offiziell an den Pranger gestellt und ihn zum Rücktritt aufgefordert.

Die Präsidentin des Vereins der Sportlerinnen, Luisa Rizzitelli, fasst die Situation so zusammen: „Wir betrachten das Wort Lesbe ja nicht als Beleidigung, aber in dem vorliegenden Kontext ist es inakzeptabel und homophob.“

Die beiden betroffenen Fußball-Frauenmannschaften und viele Funktionäre im Frauenfußball fordern den Rücktritt und eine offizielle Entschuldigung des Präsidenten. Außerdem haben die Fußballerinnen vor den Halbfinalspielen eine Viertelstunde den Ball mit dem Fuß festgehalten und das Finalspiel verweigert, solange Belloli noch im Amt ist.

Nach dem Rausschmiss von Felice Belloli konnte das Spiel dann stattfinden, und das Team von Brescia hat die italienische Fußball-Meisterschaft 2014-2015 gewonnen.

Ein Beispiel wie viele andere für Homophobie im Alltag – vielleicht unbewusst oder ohne ernste böswillige Absicht. Aber Homophobie ist es allemal.

Wolfgang / MensGo
(Nach The Guardian vom 16. Mai und Foot d’elles vom 20. Mai 2015)

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