Jetzt 63 % der Amerikaner für die Homo-Ehe

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Jetzt 63 % der Amerikaner für die Homo-Ehe

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 9. Juni 2015) Nach einer am 8. Juni 2015 veröffentlichen Umfrage von CNN/ORC finden jetzt mindestens 63 % der Amerikaner, dass Schwule und Lesben das verfassungsmäßige Recht haben, eine Ehe zu schließen. Andererseits haben wohl nur knapp die Hälfte in dieser Sache Vertrauen zum obersten Gerichtshof.

Gerichtssaal im obersten Gerichtshof

Der Gerichtssaal im obersten Gerichtshof. Hoffentlich lesen die Verfassungsrichter die neuesten Umfragen. © Supremecourt.gov.

Home-Ehe: 63 % sind dafür

Zum ersten Mal hat die Zahl der Befürworter der Homo-Ehe in den USA die 60-Prozentmarke übersprungen. Eine Umfrage von Gallup Mitte Mai hatte bereits einen historisch hohen Stand von 60 % aufgezeigt (siehe unseren Artikel).

Bei der Aufteilung der Befürworter gibt es im Grunde wieder einmal kaum Überraschungen: Der Prozentsatz liegt wieder sehr viel höher bei den Bürgern unter 50 Jahren (73 %), den Demokraten (74 %) und unabhängigen Wählern (69 %) im Gegensatz zu den Amerikanern über 50 Jahren (52 %) und den Republikanern (35 %). Auch bei den jüngeren Republikanern bzw. deren Anhänger (unter 50 Jahren) sind immerhin 59 % für die Homo-Ehe.

Natürlich sind die Fragestellungen der beiden erwähnten Umfragen nicht dieselben. Dennoch ist die Tendenz klar erkennbar – und umso wichtiger, weil ja der oberste Gerichtshof im Juni 2015 über die Verfassungsmäßigkeit der Homo-Ehe urteilen wird. Als der oberste Gerichtshof 2010 seine derzeitige Zusammensetzung einnahm, waren nur 49 % der Amerikaner der Meinung, gleichgeschlechtliche Paare hätten ein Recht auf Eheschließung.

Macht der oberste Gerichtshof einen guten Job?

Nur 52 % der Befragten fanden, das der oberste Gerichtshof seine Arbeit gut macht – gegenüber 41 %, die eine schlechte Meinung dazu vertreten.

Bei den Befürwortern der Homo-Ehe sind die Prozentsätze 60 % bzw. 35 %.

Die Gegner der Homo-Ehe sind zu 38 % der Meinung, das Gericht mache seine Arbeit gut – gegenüber 54 %, die dazu eine negative Meinung vertreten.

Die Telefonumfrage wurde unter einer repräsentativen, zufällig ausgewählten Stichprobe von 1025 Erwachsenen vom 29. bis 31. Mai 2015 durchgeführt.

Homophobe bereiten sich auf ihre Niederlage vor

Zahlreiche Gegner der Homo-Ehe tun bereits so, als ob der oberste Gerichtshof sein Urteil schon gefällt hätte und versuchen, ihre Besitztümer zu wahren.

Hier zwei Beispiele aus vielen:

Die Pfründe der Ultrareligiösen

Der republikanische Senator von Utah (dem Mormonenstaat) und Anhänger der ultrarechten Tea Party, Mike Lee, hat vor, eine Gesetzesinitiative zum Schutz religiöser Organisationen, die gegen die Homo-Ehe sind, zu starten.

Tatsächlich riskieren diese Organisationen den Verlust ihrer mit dem Status als gemeinnützige Einrichtung verbundenen steuerlichen und sozialen Vorteile, wenn der oberste Gerichtshof sich für die Homo-Ehe ausspricht und diese Organisationen sich den neuen Tatsachen dann widersetzen.

Hier handelt es sich um eine wichtige Angelegenheit, weil sie bis zu 25.000 Schulen und Bildungseinrichtungen betreffen könnte.

Homophobe Verfassungsänderung?

Einige der möglichen republikanischen Kandidaten für die Präsidentenwahl von 2016 verlangen eine Abstimmung zu einer Verfassungsänderung, die den Vereinigten Staaten die Homo-Ehe verbieten soll.

Zwei Beispiele: Ted Cruz, texanischer Senator, und Scott Walker, Gouverneur von Wisconsin. Beide fordern die Festlegung der Ehe als Vereinigung einer Frau und eines Mannes.

Wolfgang / MensGo
(Nach Politico vom 8. Juni 2015)

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