Mosambik stellt Homosexualität straffrei

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Mosambik stellt Homosexualität straffrei

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 1. Juli 2015) Das neue, am 29. Juni 2015 in Kraft getretene Strafrecht in Mosambik verbietet jegliche juristische Verfolgung homosexueller Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Das Gesetz war im Dezember 2014 vom damaligen Präsidenten Armando Guebuza unterzeichnet worden.

Die nachfolgende Videobotschaft (in der offiziellen Landessprache Portugiesisch) fordert die offizielle Anerkennung der mosambikanischen LGBT-Vereinigung Lambda:

Das noch aus der Kolonialzeit (1886) stammende Strafrecht sah für Personen, die gewohnheitsmäßig „widernatürliche Handlungen“ vornahmen, bis zu drei Jahren Zwangsarbeit vor. Seit der Unabhängigkeit Mosambiks im Jahre 1975 wurde diese Bestimmung jedoch nicht mehr angewendet.

Mosambik ist eines der wenigen Länder Afrikas, wo homophobe Gewalttaten selten sind. Dennoch wird Homosexualität nicht gerade besonders akzeptiert. Die 2006 gegründete mosambikanische LGBT-Interessenvertretung Lambda fordert seit 2008 die offizielle Anerkennung durch den Staat.

Insgesamt ist Mosambik jedoch wesentlich toleranter gegenüber der Homosexualität als seine Nachbarstaaten – insbesondere verglichen mit Sambia und Simbabwe. In zwei Dritteln der 54 Länder Afrikas ist Homosexualität sogar noch komplett verboten.

Wolfgang / MensGo
(Nach Tagespresse vom 29. Juni 2015, darunter Ouest-France und Le Monde Afrique)

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