Welt-Konferenz zu HIV/AIDS in Vancouver

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Welt-Konferenz zu HIV/AIDS in Vancouver

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 19. Juli 2015) Zum 8. Mal findet diese Tage die große Konferenz der International Aids Society (IAS) statt. Diesmal wird die im Zweijahresrhythmus abgehaltene Konferenz vom 19. bis 22. Juli 2015 in der kanadischen Stadt Vancouver abgehalten – sie beginnt also heute.

IAS 2015: Webseite | Programm

AIDS-Sterblichkeitsrate 2014

HIV/AIDS-Sterblichkeit 2014 (zum Vergrößern klicken). In Afrika fordert die Krankheit nach wie vor die meisten Opfer. © UNAIDS.

Die etwa 6000 Konferenzteilnehmer werden die wichtigsten Entwicklungen der letzten zwei Jahre zum Thema des menschlichen Immunschwächevirus (HIV = human immunodeficiency virus) erörtern.

Auf der Tagesordnung stehen natürlich die Themen Prävention und ihre Finanzierung, die PReP (= pre-exposure prophylaxis), neue Behandlungsansätze, neue und zukünftige antiretrovirale Medikamente, Begleitkrankheiten sowie Risikogruppen.

Auch über die ehrgeizigen Ziele von UNAIDS (Joint United Nations Programme on HIV/AIDS, also: Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS) und dessen letzten Bericht wird diskutiert werden. In einer Presseerklärung (FR | EN) bestätigt das Projekt der Vereinten Nationen, dass es sein Ziel „15-15“ – also die Behandlung von 15 Mio. Menschen bis 2015 – mit neun Monaten Vorlauf erreichen konnte.

Die Krankheitsrate ist um 35 % (also um 2 Mio. Neuansteckungen pro Jahr) gefallen, die Sterblichkeitsrate sogar um 41 %.

Im Jahr 2000 hatten nur etwa 1 % der Infizierten Zugang zu Medikamenten, im Jahre 2014 waren es immerhin 40 %.

Wie schon in den Vorjahren berichtet auch dieses Jahr der britische Verein Aidsmap gratis über die Konferenz. Interessenten können sich registrieren und erhalten dann per E-Mail kostenlos Zusammenfassungen der verschiedenen Veranstaltungen. Bei der Registrierung wählt man seine bevorzugte Sprache aus (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch oder Russisch).

Kommentar: Die sehr positiven Ergebnisse, die UNAIDS hier nennt, sollen wohl die Geldgeber wohlwollend stimmen, die Fördermittel weiter zu erhöhen.

Die Verringerung der Krankheitsrate um 35 % bezieht sich immerhin auf den (sehr langen) Zeitraum von 2000 bis 2014, und die Behandlungsrate von 40 % wird nur deshalb erreicht, weil die antiretroviralen Medikamente der ersten Generation heute sehr billig sind. HIV-Medikamente der neuesten Generationen sind aber natürlich nach wie vor extrem teuer und bleiben für die allermeisten Patienten (auch in reichen Ländern) nahezu unerreichbar.

Wolfgang / MensGo
(Nach einer Pressemitteilung von Aidsmap.com vom 15. Juli 2015)

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