Amerikanische Behörden gewöhnen sich langsam an die Homo-Ehe

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Amerikanische Behörden gewöhnen sich langsam an die Homo-Ehe

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 2. August 2015) Einen Monat nach dem Urteil des amerikanischen Obersten Gerichtshofs, das das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehen in allen Staaten anerkannte, leisten einige örtliche Behörden noch Widerstand. Anderenorts setzen die Behörden das Urteil Stück für Stück und ohne große Bedenken um.

Ohio: Vorbei mit der Homophobie…

Obwohl der Oberste Gerichtshof über mehrere anhängige Klagen geurteilt hat, so trägt das Urteil vom 26. Juni 2015 nur den Namen eines der Kläger: Jim Obergefell (Fall Obergefell gegen Hodges). Sein Staat, Ohio, setzt die Rechte und Vorteile der Homo-Ehe gemäß dem Urteil nach und nach um.

Zur Beendigung der homophoben Diskriminierung müssen 20 juristische Texte überarbeitet werden – so zum Beispiel die Formulare zur Steuererklärung.

Auch die Sprache auf standesamtlichen Urkunden (Geburts- und Sterbeurkunden, Adoptionspapiere sowie demnächst das Ehefähigkeitszeugnis) wird an den neuen rechtlichen Kontext angepasst, genauso wie die Terminologie in den Gerichtssälen.

Fünf Staaten beenden ihren homophoben Rechtsstreit

Die Justizminister von Arkansas, Georgia, Louisiana, Nebraska und Texas haben ihren Rechtsstreit gegen die US-Bundesregierung am 17. Juli eingestellt.

Vor dem Urteil vom 26. Juni galten die Antidiskriminierungsgesetze des Bundesstaats nur für Mitarbeiter von staatlichen Behörden sowie Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern, und Texas gewährte die Vorteile nach dem Bundesgesetz nur gleichgeschlechtlichen Paaren, die in anderen Staaten getraut worden waren.

Texas und einige der anderen Staaten halten nun auch nicht mehr an ihren gesetzlichen Verboten gleichgeschlechtlicher Ehen fest, die entweder per Volksentscheid oder über das normale Gesetzgebungsverfahren begründet wurden.

Neue Rechte, neues Kopfzerbrechen…

Die Homo-Ehe bringt neue Rechte und Vorteile mit sich, die die Betroffenen natürlich noch nicht ganz überblicken und auf die sie noch nicht unbedingt vorbereitet sind.

Eine Umfrage* von Versta Research im Auftrag von Wells Fargo zeigt, dass nur 32 % der LGBT-Personen die finanziellen Folgen der Homo-Ehe vollständig überblicken, und nur 29 % sich über die Auswirkungen der Bundesgesetze der USA bzw. der Gesetze des jeweiligen Staats auf die Homo-Ehe im Klaren sind.

Nur etwa Dreiviertel der Schwulen und Lesben verstehen nach der Umfrage die Auswirkungen der Homo-Ehe auf Renten und Pensionen sowie auf das Erbrecht.

(* Online-Umfrage vom April 2015 unter 1152 LGBT-Personen, von denen 207 in einer Homo-Ehe und 301 in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben.)

Die ganze Sache wird zusätzlich erschwert, weil sich die steuerliche Situation von gleichgeschlechtlichen Paaren in den 13 Staaten, die zuvor die Homo-Ehe explizit untersagten, seit der historischen Entscheidung vom 26. Juni verändert hat – und auch bei Scheidungen oder Trennungen zeichnen sich komplizierte rechtliche Zustände ab.

Wolfgang / MensGo
(Nach Texas Tribune, Cnbc.com und Morning Journal vom 20. Juls 2015)

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