Forscher untersuchen das „Gaydar“

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Forscher untersuchen das „Gaydar“

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 14. September 2015) Gibt es den Gaydar, den Schwulenradar, wirklich? Welche Leute haben diesen sechsten Sinn? Einige Forscher haben das untersucht, und hier sind die Ergebnisse.

Umrissfigur

Homo oder Hetero? © MensGo.com.

Forscher des Bereichs Psychologie der Universität Wisconsin in Madison (Wisconsin, USA) haben sich auf die Suche nach dem berüchtigten Gaydar gemacht. Dazu haben sie fünf verschiedene Untersuchungen durchgeführt, die wir hier in aller Kürze vorstellen.

Sie nahmen 50 Fotos von schwulen und 50 von heterosexuellen Männern von einer Kontaktwebseite.

Jedes Foto wurde mit einer Aussage unterlegt, und zwar mit einer neutralen („Ich lese gerne“), einer stereotypen „heterosexuellen“ („Ich mag Fußball“) oder einer stereotypen „schwulen“ („Ich gehe gerne Shoppen“).

Ein weiterer Test wurde mit den denselben Fotos, aber ohne die jeweiligen Aussagen gemacht. Einer weiteren Testgruppe wurden die Fotos in hoher Auflösung gezeigt, und einer letzten Gruppe Fotos von Frauen.

Fangen wir mit der letzten Gruppe an: Keine der Versuchspersonen konnte sagen, ob es sich bei der Frau auf dem Foto um eine Lesbe oder eine Heterosexuelle Frau handelte. Einen „Lesdar“ gibt es also offensichtlich nicht.

In den verschiedenen Untersuchungsreihen sollten die Probanden sagen, ob das Foto (oder das Foto mit dem Text) sich auf einen Schwulen bezog oder nicht. In einer Untersuchungsreihe war auch die Antwort „Weiß nicht“ erlaubt. Ein weiterer Test wurde mit drei Untergruppen durchgeführt: Einer, der man die Existenz des Gaydars glauben machte, der zweiten, zu der man sagte, der Gaydar entspränge nur Vorurteilen und einer dritten, der man dazu nichts sagte.

Die Probanden, die von der Existenz eines Gaydars ausgingen, haben unter diesem Einfluss ausgewählt, die anderen, denen man den Gaydar als ein Vorurteil erklärt hatte, waren also neutraler. Die Kontrollgruppe hat nur selten „Weiß nicht“ geantwortet.

Interessant ist hier, dass die qualitativ besseren Fotos mit einer höheren Auflösung auch häufiger mit Schwulen assoziiert wurden.

Schlussfolgerung der Forscher war unter anderem, dass die Idee des Gaydars sich auf Vorurteile stützt, welche wiederum dazu führen, an einen sechsten Schwulenradar-Sinn zu glauben, der natürlich wieder die Vorurteile nährt und so weiter.

Kommentar: Die Schlussfolgerungen der Forscher sind äußerst umständlich beschrieben und nur schwer zu verstehen.

Die Probanden hatten ja nur Fotos zur Verfügung. Im wirklichen Leben sieht man natürlich viel mehr – den Blick, die Gestik, das Verhalten einer Person. Da gibt es also viel mehr Anhaltspunkte als bei Fotos – und insofern sind die Studie und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen natürlich wenig ernst zu nehmen. :mrgreen:

Wolfgang / MensGo
(Nach Slate.fr vom 10. September 2015)

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