Überraschende Statistiken zur Homo-Ehe in den USA

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Überraschende Statistiken zur Homo-Ehe in den USA

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 6. Dezember 2015) Die Statistiken zur Homo-Ehe in den USA fallen je nach Bundesstaat sehr unterschiedlich aus. Das eher ländliche North Dakota zum Beispiel ist immer noch sehr homophob, wohingegen Virginia praktisch ein Musterschüler ist.

In Virginia wurde die Homo-Ehe schon am 6. Oktober 2014 legalisiert, in North Dakota erst am 26. Juni 2015, so dass die Statistiken sich natürlich nicht auf denselben Zeitraum beziehen.

 

Ängstliche Zurückhaltung in North Dakota

Erst in 18 der 53 Counties (ähnlich zu unseren Landkreisen oder Bezirken) von North Dakota gab es bisher gleichgeschlechtliche Eheschließungen. Bei einer durchschnittlichen Zahl von 4500 Hochzeiten pro Jahr gab es zwischen dem 26. Juni und dem 28. November 2015 erst 60 gleichgeschlechtliche Hochzeiten.

LGBT-Trauungen in North Dakota

North Dakota – In weiß: Noch keine LGBT-Hochzeiten. © The Bismarck Tribune.

Für den sehr schwachen Erfolg der Homo-Ehe in North Dakota gibt es drei Erklärungsversuche:

  1. Gleichgeschlechtliche Paare des Staates haben in Nachbarstaaten geheiratet, in denen die Homo-Ehe schon länger möglich ist.
  2. Ängstlichkeit, nach dem Motto „Was werden die Nachbarn sagen?“ – North Dakota ist sehr ländlich geprägt und die Menschen sind überwiegend sehr religiös.
  3. Der Hauptgrund aber dürfte die Abwesenheit von Gesetzen und Vorschriften gegen homophobe Diskriminierung sein. In sechs Jahren wurden drei Gesetzesinitiativen zum Schutz von LGBT-Menschen vor Diskriminierung vom Parlament abgeschmettert. Natürlich bedeutet eine gleichgeschlechtliche Ehe die Offenbarung der sexuellen Orientierung und damit das Risiko, entlassen oder aus der Wohnung geworfen zu werden, oder auch der Rausschmiss der Kinder aus der Schule.

Begeisterung für die Homo-Ehe in Virginia

Seit Oktober 2014 gab es in Virginia 3600 Hochzeiten zwischen Schwulen bzw. Lesben, allerdings mit sehr unterschiedlicher geographischer Verteilung.

Im Norden Virginias liegt der Prozentsatz der Homo-Ehen bei nur 4 % seit Oktober 2014, obwohl dieser Teil des Staates als besonders tolerant und schwulenfreundlich gilt. Dies kommt natürlich von der Nähe zu Maryland und Washington, DC, wo die Homo-Ehe bereits 2013 bzw. 2010 legalisiert wurde.

In einigen der größeren Städte Virginias wie Richmond, Norfolk und Charlottesville liegt der Anteil bei etwa 9 %, und in Roanoke sogar bei 11 %, und das innerhalb der neun Monate seit der Legalisierung.

Natürlich gibt es auch in Virginia einige Gegenden, wo die Zahlen geringer liegen. Der hohe Prozentsatz in Roanoke kommt sicher daher, dass dort die Schwulen und Lesben schon lange sehr aktiv im Kampf um gleiche Rechte sind.

Vor einigen Wochen fand in Roanoke unter dem Namen „OneLove“ die erste geschlechtsneutrale Hochzeitsmesse statt. Auf den Werbemitteln war auch ein sehr deutlicher Link zur Human Rights Campaign zu sehen, wie hier gezeigt:

OneLove Roanoke

Ja – eine echte Liebeshochzeit. :) © OneLove Oanoke.

Auch einige Pfarrer feiern kirchliche Hochzeiten mit schwulen und lesbischen Paaren in Virginia, wie z. B. Pfarrer Joe Cobb. Er hatte die Methodistische Kirche verlassen und sich selbst geoutet. Bisher hat er 50 gleichgeschlechtliche Paare getraut, manchmal bis zu vier Trauungen am selben Tag.

Wolfgang / MensGo
(nach Bismarck Tribune [Dakota] und The Washington Post [Virginie] vom 1. Dezember 2015)

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