Irisches Parlament verbietet homophobe Entlassungen aus religiösen Gründen

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Irisches Parlament verbietet homophobe Entlassungen aus religiösen Gründen

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 9. Dezember 2015) Das Unterhaus des irischen Parlaments (Dáil Éirann) hat am 2. Dezember 2015 einstimmig jegliche religiös motivierte homophobe Diskriminierung verboten.
Diese Änderung des Gesetzes zur Gleichbehandlung auf dem Arbeitsmarkt muss noch vom Staatschef ratifiziert werden. Das Oberhaus (Seanad Éireann) hat bereits für den Text gestimmt.

Affiche du ministre Aodhán Ó Ríordáin

Das Gesetz ist bereits in Kraft. Der Gleichheitsminister, Aodhán Ó Ríordáin, möchte noch weiter gehen.

Entlassung wegen Homosexualität ist jetzt verboten

Die Gesetzesänderung betrifft Artikel 37 des Employment Equality Act, der bisher eine Sonderregelung für religiöse, erzieherische oder medizinische Institutionen erlaubte. Diese hatten bisher das Recht, aus religiösen Gründen Angestellte zu entlassen – mit anderen Worten, ein Lehrer durfte zuvor entlassen werden, wenn seine Homosexualität bekannt wurde.
Allem Anschein nach gilt die Gesetzesänderung nur für staatlich finanzierte Einrichtungen.

Aufgrund der neuen Regelung dürfen also LGBT-Personen ihren Posten behalten, auch wenn ihre Homosexualität bekannt wird oder sie einen gleichgeschlechtlichen Partner heiraten. Zuvor versteckten die meisten Schwulen und Lesben ihre Homosexualität aus Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

„Ich bin sehr stolz auf dieses Gesetz“, erklärte Aodhán Ó Ríordáin. Weitere LGBT-freundliche Reformen sollen folgen, versprach der Gleichheitsminister.

Sandra Irwin-Gowran, zuständig für Erziehungspolitik beim Gay and Lesbian Equality Network (Glen), begrüßte diese Entscheidung, fordert aber „weiteren Fortschritt für Transsexuelle und Menschen ohne religiöse Zugehörigkeit in den privaten religiösen Einrichtungen“.

2015, ein sehr schwulenfreundliches Jahr in Irland

Dieses Jahr hat Irland bereits drei wichtige Gesetze für die Rechte von Schwulen und Lesben umgesetzt.

Seit April dürfen gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren.

Am 22. Mai haben bei einer Volksabstimmung 62 % der Wähler für die Homo-Ehe gestimmt (siehe unseren Artikel). Das Parlament hat dieses Ergebnis am 22. Oktober nahezu einstimmig bestätigt, und das entsprechende Gesetz wurde am 16. November mit sofortiger Wirkung ratifiziert (siehe unseren Artikel).

Seit September 2015 erlaubt der Gender Recognition Act (Gesetz zur Anerkennung des Geschlechts) jeder Person, ohne Vorlage einer medizinischen Bescheinigung die geschlechtliche Zuordnung in den Personenstandsdaten ändern zu lassen.

Wolfgang / MensGo
(Nach Breitbart vom 4. Dezember 2015)

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