Belgien stellt Beamte ohne Unterscheidung des Geschlechts ein

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Belgien stellt Beamte ohne Unterscheidung des Geschlechts ein

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 23. Dezember 2015) Das belgische Auswahlamt für die öffentliche Verwaltung (Selor = Bureau de sélection de l’administration fédérale) rekrutiert von nun an Beamte unabhängig vom Geschlecht: Männlich (H), weiblich (F) oder unbestimmt (X).

Auf allen Bewerbungsformularen hat die belgische Regierung zu den vorhandenen Ankreuzkästchen für F (= femme, weiblich) und H (= homme, männlich) eine weitere Auswahlmöglichkeit hinzugefügt, nämlich X. Dieses Feld ist für Personen bestimmt, die sich weder als weiblich noch als männlich definieren.

Selor rekrutiert

Bewerbung ohne geschlechtliche Stereotypen. © Selor.be.

Das belgische Auswahlamt wendet diese neue Regelung seit dem 18. Dezember 2015 bei allen Stellenanzeigen an. Auch bei allen Online-Bewerbungen können Bewerber jetzt als Geschlecht X auswählen.

Die Einführung dieses „dritten Geschlechts“ in der Verwaltung dient einerseits der besseren Akzeptanz von LGBT-Personen und andererseits dem Kampf gegen Sexismus.

Man versucht also einerseits, die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen im Arbeitsleben durch bessere Information und über Coming-outs zu verbessern“, wozu die belgische Regierung eine Kampagne namens „All genders welcome“ ins Leben gerufen hat.

Andererseits möchte man „Vorurteile vermeiden, die bestimmte Arbeitsplätze häufig mit einem bestimmten Geschlecht (männlich bzw. weiblich) verbinden“, wie die Gleichheitsministerin Elke Sleurs erklärt.

Diese neuen Richtlinien gelten nur für die nationale belgische Verwaltung. Städte, Gemeinden sowie der Privatsektor müssen sich nicht danach richten.

Vor der Einführung dieses administrativen „dritten Geschlechts“ 2015 hatte Belgien im Jahr 2000 bereits die eingetragene Partnerschaft, 2003 die Homo-Ehe und 2006 die Adoption für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt.

Wolfgang / MensGo
(Nach L’Express vom 18. Dezember 2015)

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