Appell an die Fußballer der italienischen A-Liga zum Coming-Out

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Appell an die Fußballer der italienischen A-Liga zum Coming-Out

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 28. Januar 2016) Alessandro Cecchi Paone, Präsident des italienischen Fußballclubs San Vito Positano, fordert Schwule in der A-Liga des italienischen Fußballs auf, sich zu outen – und zwar Spieler genauso wie Trainer und Funktionäre.

Alessandro Cecchi Paone

Alessandro Cecchi Paone. Der frühere Journalist wäre gerne nicht der einzige geoutete Schwule im italienischen Fußball.

Vor eineinhalb Jahren hat sich Alessandro Cecchi Paone (54) selbst geoutet. Dies wurde damals mit großem Respekt begrüßt, sowohl in seinem Club Positano (den er vor dem Bankrott gerettet hatte) wie auch von anderer Seite.

Seit seinem eigenen Coming-Out kritisiert er bei jeder Gelegenheit die Homophobie im Fußball und fordert andere Profis auf, sich zu outen. So hat er in einem Interview mit der Gazetta dello Sport am 21 Januar 2016 gefordert, dass sich die Coming-Outs im italienischen Fußball nicht nur auf Fußballerinnen oder auf Spieler in den unteren Ligen beschränken:

"Sarebbe ora che anche in Serie A ci fosse un allenatore, un calciatore o un dirigente che palesasse la propria omosessualità e diventasse un esempio da seguire."
Alessandro Cecchi Paone, Präsident des Clubs von Positano
(Es ist an der Zeit, dass sich auch in der A-Liga ein Trainer, ein Spieler oder ein Funktionär zu seiner Homosexualität bekennt und damit anderen ein Beispiel gibt.)

Sein Kollege Maurizio Sarri, Trainer des Nachbarn Neapel, hat kürzlich den Trainer von Inter Mailand, Roberto Mancini, als „Schwuchtel“ und „Tunte“ beschimpft.

Dafür wurde Sarri (57) für vorläufig zwei Spiele gesperrt. Möglicherweise wird die Sperrung aber auf vier Monate verlängert und eine Strafe von 15.000 bis 30.000 EUR aufgrund diskriminierenden Verhaltens und sexuell motivierter Beleidigung erhoben.

Roberto Mancini erklärte, dass er nicht schwul sei, sich dadurch aber nicht beleidigt fühle. Außerdem wäre er in diesem Zusammenhang stolz darauf, schwul zu sein.

Jetzt wird über ein Freundschaftsspiel der Clubs von Neapel und Positano gesprochen, dessen Einnahmen zugunsten des Kampfes gegen Homophobie im Fußball verwendet würden. Dadurch könnte man verdeutlichen, wie Homophobie die Atmosphäre vergiftet, und zwar ganz allgemein und im Besonderen beim Sport.

Die Präsidenten der beiden Clubs, Maurizio Sarri und Aurelio De Laurentiis, haben sich wohl bereits für ein solches Freundschaftsspiel ausgesprochen.

Wolfgang / MensGo
(Nach TenPlay vom 22. Januar 2016)

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