Kuwait grenzt Schwule in der Bildung nicht aus, aber…

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Kuwait grenzt Schwule in der Bildung nicht aus, aber…

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 11. Februar 2016) Der kuwaitische Minister für Erziehung und höhere Bildung, Bader Al-Essa, bestätigt, dass homosexuelle Studenten und Lehrkräfte nicht exmatrikuliert bzw. entlassen werden. Ganz im Gegenteil, sie werden „kraft Gesetzes wieder zugelassen bzw. eingestellt“, obwohl die Gesetze in Kuwait Homosexualität de facto verbieten.

Der Minister erläutert, dass es einige wenige Fälle im Bildungsbereich gibt, die „Angestellte öffentlicher Einrichtungen“ betreffen.

Bader Al-Essa

Bader Al-Essa. Der kuwaitische Bildungsminister gibt vor, dass Schwule willkommen seien und den (homophoben) Gesetzen gemäß behandelt würden.

Der Minister bestätigt, dass „diese Fälle in den Schulen mit größter Diskretion behandelt werden“, und dass diese Behörden die geeignete soziale und psychologische Unterstützung anbieten. Außerdem schlägt er ein Gesetz für besseren Schutz von LGBT-Personen im Bildungsbereich vor.

Leider nennt der Minister keine näheren Details zu „diesen Fällen“ oder den betroffenen Personen. Er macht jedoch klar, dass sein Land sich gerne toleranter darstellen möchte, und dass die kuwaitischen Schulen und Hochschulen gerne Schüler und Studenten gewinnen möchten, ohne nach ihrer sexuellen Orientierung zu fragen. Während seines Mandats wurde seinen Angaben nach niemand aufgrund seiner Homosexualität entlassen.

Die kuwaitischen Gesetze verbieten „Unzucht“ und „widernatürliche Handlungen“. Homosexuelle Beziehungen können mit Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren geahndet werden, falls Personen unter 21 Jahren beteiligt sind.

Imitationen des anderen Geschlechts können mit Gefängnisstrafen bis zu einem Jahr geahndet werden. So hat die Polizei Kuwaits im Oktober 2014 die Personalien von 23 Personen überprüft, die an einer privaten Kostümparty teilnahmen.

Kommentar: Die Toleranz Kuwaits gegenüber Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen zeigt sich darin, dass es bis heute dort keine offiziell akzeptierten LGBT-Organisationen gibt.

Die Ausdrucksweise des Ministers ist ein weiteres Argument für LGBT-Menschen, in Kuwait weder studieren noch unterrichten zu wollen.

Wolfgang / MensGo
(Nach Gulf News vom 7. Februar und Gay Star News vom 8. Februar 2016)

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