Nein zur Homophobie in der Schweizer Verfassung!

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Nein zur Homophobie in der Schweizer Verfassung!

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 1. März 2016) Am vergangenen Wochenende gab es in der Schweiz eine Volksabstimmung zu verschiedenen Themen. Neben Fragen zu einer zweiten Röhre für den Gotthard-Tunnel sowie der „Ausschaffung“ (Ausweisung) straffällig gewordener Ausländer ging es vor allem auch um eine Vorlage „Für Ehe und Familie“ – eine freundlich verpackte homophobe Attacke auf gleichgeschlechtliche Paare und die Homo-Ehe.

Das Referendum zu Ehe und Familie war von der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) eingebracht worden. Vordergründig ging es „nur“ um den Schutz der Ehe und der Familie, aber bei Annahme des Vorschlags wäre der Artikel 14 der Verfassung wie folgt geändert worden: „Die Ehe ist eine auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau“.

Gegen diese Verfassungsänderung sprachen sich nicht nur Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle aus, sondern auch viele andere Menschen, deren Verständnis von Toleranz und Respekt geprägt ist. Ein Beispiel dafür ist der schwulenfreundliche Hauptdarsteller Martin im nachfolgenden Video (auf Schweizerdeutsch mit französischen Untertiteln):

Martin mit seinen klaren und sehr persönlichen Aussagen zur Akzeptanz und Achtung von Schwulen und Lesben.

Initiative der CVP fehlgeschlagen

Am deutlichsten war die Ablehnung der Initiative in den städtisch geprägten Regionen wie Basel-Stadt (68,6 %) und Basel-Landschaft (65,9 % sowie Zürich (64,3%). Dort können sich homosexuelle Paare nach kantonalem Recht bereits registrieren lassen. Das gegnerische Lager wurde vor allem in den ländlichen und katholischen Kantonen der Deutschschweiz gestärkt. Das neue Gesetz ermöglicht es Schwulen und Lesben, ihre Partnerschaft auf dem Zivilstandsamt registrieren zu lassen.

Triumph der Ehe für alle?

In Anbetracht des sehr geringen Stimmunterschieds zwischen den Lagern ist anzunehmen, dass die Mobilisation gegen die Initiative der CVP sich gelohnt hat.

Das Parlament wird jetzt die Öffnung der Ehe für alle prüfen, über die bei nächster Gelegenheit per Volksentscheid abgestimmt werden dürfte.

Zwei weitere Gesetzesinitiativen sind ebenfalls in Vorbereitung, und zwar zur Adoption eines Kindes durch den eingetragenen Partner des Elternteils sowie zur Einbürgerung eines ausländischen Partners.

Wolfgang / MensGo
(Nach Pressemeldungen vom 28. und 29. Februar 2016, darunter 24 Heures und Swiss Info)

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