Europa lehnt auch Leihmutterschaft ohne finanzielle Interessen ab

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Europa lehnt auch Leihmutterschaft ohne finanzielle Interessen ab

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 19. März 2016) Der Europarat hat am 15. März 2016 mit 16 zu 14 Stimmen eine Forderung nach „altruistischen“ Leihmutterschaften (also ohne finanzielle Entschädigung für die Leihmutter) abgelehnt.

Die von der belgischen Senatorin und Gynäkologin Petra de Sutter (@pdsutter) eingereichte Vorlage empfahl die Legalisierung „altruistischer“ Leihmutterschaften – also z. B. im Falle einer Frau, die das Kind ihrer Schwester austragen möchte. Leider hat die Kommission für Gesundheit und Soziales des Europarats sich auf die Seite der Feministinnen, Homophoben und Konservativen geschlagen, die grundsätzlich gegen alle Formen der Leihmutterschaft sind – ob kostenlos oder gegen Bezahlung, ob im Inland oder im Ausland.

Tweet von Petra de Sutter

Petra de Sutter ist gegen Leihmutterschaften, außer in ganz bestimmten Fällen.

Nur in einigen wenigen der 47 Mitgliedsländer des Europarats ist diese Form der Leihmutterschaft bereits erlaubt, insbesondere in den Niederlanden, in Belgien und in Großbritannien. Das betrifft aber nur sehr wenige Fälle.

In Belgien lehnt eine Ethikkommission 80 % aller Anträge ab, und in zwanzig Jahren gab es nur 60 „altruistische“ Leihmutterschaften. In Großbritannien stieg die Zahl solcher Fälle von nur 46 im Jahr 2000 auf 192 im Jahr 2013 an.

Andererseits verlangte Petra de Sutters Vorlage auch Kontrollmechanismen zur Verhinderung jeglicher Form von kommerzieller Leihmutterschaft – auch im Ausland. Die Ziele des von ihr genannten „Zeugungstourismus“ sind Indien, die Ukraine, die USA und Kanada.

In Europa ist die bezahlte Leihmutterschaft in Griechenland erlaubt, und zwar auch für im Ausland lebende Personen.

Selbst in Ländern, in denen Leihmutterschaft nicht vollständig ausgeschlossen ist, gibt es meist große bürokratische Hürden zur Anerkennung der Elternschaft oder auch der Staatsbürgerschaft des Kindes.

Wolfgang / MensGo
(Nach Tagespresse vom 15. März 2016, darunter L’Express)

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