Schwule Hochzeit in North Carolina spaltet Methodistische Kirche

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Schwule Hochzeit in North Carolina spaltet Methodistische Kirche

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 29. April 2016) Die beiden fünfzigjährigen Amerikaner John Romano und Jim Wilborne haben am 23. April 2016 in einer methodistischen Kirche in Charlotte, North Carolina (USA) geheiratet. Die kirchliche Trauung wurde von Pastorin Val Rosenquist und dem Bischof im Ruhestand Melvin G. Talbert vollzogen. Die beiden Geistlichen riskierten damit große Probleme mit ihrer Kirche, weil die vereinigte methodistische Kirche (UMC = United Methodist Church) Homosexualität als unvereinbar mit dem christlichen Glauben betrachtet und sich kategorisch gegen schwule bzw. lesbische Trauungen stellt.

Hier ein Video zur Trauung von Jim Wilborne und John Romano auf YouTube:

Charlotte ist die Hauptstadt von North Carolina, einem Staat im Süden der USA, in dem Homophobie sehr stark verbreitet ist (siehe unseren Artikel).

Val Rosenquist (59) ist als sehr schwulenfreundlich bekannt und hat diese Trauung jetzt gemeinsam mit Melvin Talber durchgeführt, der bereits 2013 eine schwule Trauung vollzogen hat.

Talbert (81) hat sich seinerzeit eine Gefängniszelle mit Martin Luther King geteilt, weil er öffentlich erklärt hatte, dass Schwarze Menschen wie alle anderen sind.
Dieses Mal stehen Rosenquist und Talbert dafür ein, dass schwule Paare so sind wie andere auch.

Die Kirchengemeinde von Val Rosenquist begrüßt schon seit 2014 LGBT-Menschen und hat sich im August 2015 für gleichgeschlechtliche Trauungen entschieden. John Romano und Jim Wilborne sind nun das erste getraute schwule Paar geworden.

Die beiden Geistlichen haben mit dieser schwulen Hochzeit Druck auf ihre Kirche ausgeübt, die sich jetzt den Fragen der kirchlichen Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren und der Inklusion von LGBT-Geistlichen widmen muss.

Hier ein Interview mit den beiden Bräutigamen:

In den methodistischen Kirchen und bei ihren Bischöfen gibt es gerade eine sehr schwulenfreundliche Strömung. Eine von Mai bis Dezember 2015 von PRRI durchgeführte Umfrage zeigte, dass 53 % der Methodisten für die Akzeptanz der kirchlichen Trauung Homosexueller sind. Lediglich die evangelikale Randgruppe stellt sich völlig gegen solche Gedanken.

Jetzt läuft eine innerkirchliche Beschwerde gegen die Pastorin Rosenquist, mit der Begründung, dass die vereinigte methodistische Kirche auf Texten beruhe, die gleichgeschlechtliche Trauungen verböten.

Die Untersuchungen zu dieser Beschwerde können bis zu drei Monate dauern.

Wolfgang / MensGo
(Nach amerikanischen Presseberichten vom 26. April 2016, darunter Think Progress)

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