Generation Z: Sehr viel weniger heteronormiert als Generation Y

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Generation Z: Sehr viel weniger heteronormiert als Generation Y

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 10. Mai 2016) Im Vergleich mit der Generation Y (Altersgruppe 21-35 Jahre) ist die Generation Z (13-20 Jahre) deutlich schwulenfreundlicher, weniger verklemmt bei Gender-Fragen und viel offener gegenüber der sexuellen Vielfalt. Das zeigt eine aktuelle Studie von JWT Intelligence.

Zur Terminologie

Zur Erinnerung hier noch einmal ein paar Details zu den Begriffen Generation Y (Gen Y oder millenials auf Englisch) und zur Generation Z, die im Marketing und in der Werbung sehr gerne gebraucht werden.

Die Generation Z (Gen Z) entspricht der Altersgruppe von 13 bis 20 Jahren, also den zwischen 1995 und 2001 Geborenen. Die Vorgänger, Generation Y wurden zwischen 1980 und 1995 geboren, sind also heute etwa 20 bis 35 Jahre alt. Die Geburtsjahrgänge 1960 bis 1980 nennt man auch gerne die Generation X.

Die Soziologen sind nicht immer ganz einig über die genauen Abgrenzungen. Die Studie von JWT Intelligence definiert die Gen Z heute jedoch als 13-20 und die Gen Y als 21-34 Jahre.

Zu beachten ist außerdem, dass die Studie sich auf eine recht kleine Stichprobe von 600 Menschen in den USA bezieht (300 zwischen 13 und 20 Jahren, 151 zwischen 21 und 27 Jahren und 149 zwischen 28 und 34 Jahren).
Leider gibt es in den Tabellen einige Fehler, und es werden keine genaueren Angaben zur Stichprobe, zur Verteilung der Fragebögen usw. gemacht.

Heterosexuell – aber nicht nur

Die einzige Gemeinsamkeit zwischen den Generationen Z und Y ist der Anteil von 6 % der Menschen, die sich als ausschließlich homosexuell definieren.

Infographik zur Sexualität

Weniger als die Hälfte der jungen Leute bezeichnen sich als vollständig heterosexuell. © jwtintelligence-com.

Als vollständig heterosexuell definieren sich 65 % der Generation Y aber nur 48 % der Generation Z, und entsprechend sehen sich 24 % der Gen Y aber 35 % der Gen Z als teilweise bisexuell.

Weniger als die Hälfte der Generation Z empfindet sich als vollständig heterosexuell, und 38 % finden, dass das Geschlecht einen Menschen nicht mehr so sehr definiert wie früher.

Gegen feste Geschlechterrollen

Kaufen die Menschen systematisch nur Produkte ein, die ihrer Geschlechterrolle entsprechen? Ja – aber nur 26 % der Gen Y und 19 % der Gen Z, und nur wenn es um Sportartikel geht.

Infografik: Gender-Fragen

„Ich gehöre zu denen, die mehr Grips haben als die früher.“ © jwtintelligence-com.

Auch bei anderen Artikeln sieht es ähnlich aus: Der Zusammenhang zwischen Geschlecht und Einkaufsverhalten ist bei der Generation Z geringer als bei der Generation Y.

Zusammenfassung

Die Kenntnis der Vielfalt fördert auch ihre Akzeptanz: Mehr als die Hälfte (56 %) der Befragten der Generation Z kennt jemand, der eine sächliche/neutrale Anrede (they/them/ze...) gegenüber einer traditionellen Anrede (he/him oder she/her) bevorzugt.

Mit zunehmendem Alter nimmt diese Kenntnis bzw. Akzeptanz ab. In der Altersgruppe 21-27 Jahre beträgt er 47 % und in der Altersgruppe 28-34 Jahre nur noch 43 %.

Auch was die aktuelle Diskussion zur Verwendung öffentlicher Toiletten nach dem „administrativen“ Geschlecht angeht, ist die Generation Z sehr viel entspannter. 70 % der Generation Z ist für neutrale Toiletten, jedoch nur 58 % in der Altersgruppe 21-27 bzw. 56 % in der Altersgruppe 28-34.

Eines ist jedenfalls klar: Die offeneren und schwulenfreundlichen jungen Leute sind natürlich die Wähler von morgen.

Wolfgang / MensGo
(Nach J. Walter Thompson Intelligence vom 11. März 2016)

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg