Geraldine Roman, die erste transsexuelle Abgeordnete im philippinischen Parlament

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Geraldine Roman, die erste transsexuelle Abgeordnete im philippinischen Parlament

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 11. Mai 2016) Am 30. Juni 2016 wird Geraldine B. Roman die erste gewählte Transgender-Abgeordnete im philippinischen Repräsentantenhaus. Auch wenn die endgültigen Zahlen der Parlamentswahlen vom 9. Mai 2016 noch nicht bekannt sind, weiß man doch schon, dass sie mit großer Mehrheit der Stimmen für drei Jahre als Vertreterin des ersten Bezirks der Provinz Bataan ins Parlament gewählt wurde.

Geraldine Roman (49) hat einen Spanier geheiratet, als sie in Spanien lebte. Sie unterzog sich einer Geschlechtsumwandlung und lebt seit 1994 als Frau.

geraldine Roman

Geraldine Roman (links), mit ihrem verstorbenem Vater und ihrer Mutter.

Geraldine Roman folgt als Kandidatin der Liberal Party (Mitte-links) ihrer Mutter Herminia, die selbst ihrem Mann Antonio, Geraldines Vater, im Amt gefolgt war. Antonio (verstorben im Januar 2014) hatte Geraldine dazu erzogen, stark zu sein, als ihre Klassenkameraden sie mobbten.

Die polyglotte Politikerin hatte in Spanien als Journalistin gearbeitet, bevor sie 2012 in ihr Heimatland zurückkehrte.

Auf den Philippinen sind ca. 80 % der Bevölkerung katholisch, und noch nie zuvor hat sich eine politische Persönlichkeit geoutet. Obwohl sich viele Philippinos für die Legalisierung der Homo-Ehe aussprechen, ist Homophobie doch sehr verbreitet.

Natürlich möchte sich Geraldine Roman als Abgeordnete für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle einsetzen. Unter anderem will sie ein Gesetz von 2001 abschaffen, das es Transsexuellen verbietet, ihren Namen und ihr Geschlecht zu ändern.

Die Partei Ang Ladlad, die die LGBT-Community repräsentiert, durfte nicht an den Wahlen 2010 teilnehmen, weil sie „unmoralisch und gegen den religiösen Glauben“ sei. Aufgrund dieses religiösen Glaubens sind bisher weder Scheidung noch Abtreibung erlaubt.

Roman wird sich für ein Gesetz gegen homophobe Diskriminierung einsetzen. Sie findet vielleicht unerwartete Unterstützung in Rodrigo Duterte (71), der vor kurzem die Präsidentschaftswahl gewonnen hat und der Homo-Ehe offen gegenüber steht.

Er hat sich während seiner Wahlkampagne mehrfach sehr schwulenfreundlich geäußert und auch seinen Landsmann Manny Pacquiao kritisiert. Der Boxer und Senatskandidat hatte laut Wikipedia am 14. Februar 2016 im Fernsehen erklärt, dass „falls wir (die Ehe) zwischen zwei Männern oder zwei Frauen zulassen, ist der Mensch schlimmer als das Tier.“

Wolfgang / MensGo
(Nach aktuellen Pressemeldungen, darunter Washington Blade vom 9. Mai und BBC vom 10. Mai 2016)

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