Eine Million Teilnehmer beim CSD in Köln

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Eine Million Teilnehmer beim CSD in Köln

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 5. Juli 2016) Am CSD in Köln am 3. Juli 2016 nahmen fast eine Million Menschen teil. Die diesjährige Ausgabe des Kölner CSDs war durch zwei besondere Ereignisse gekennzeichnet, dem Gedenken an die 49 Todesopfer des Attentats vom 12. Juni im Pulse-Club in Orlando sowie dem 25. Jahrestag des CSDs in Köln, der seit 2002 offiziell ColognePride heißt.

Teilnehmer an der ColognePride 2016

Regenbogen überall – gegen Homophobie. © Joerg Brocks Photographi.

Um die 950.000 Menschen (etwa soviel wie im Vorjahr) und um die hundert Umzugswagen waren in Köln geboten, was den Kölner CSD zum größten in Europa macht. Im Gedenken an die Schießerei in Florida vor wenigen Wochen stand auf vielen Spruchbändern „We are Orlando“ zu lesen. Wie auch in Paris am Vortag trugen viele Teilnehmer schwarze Armbänder, Stirnbänder oder anderen Trauerflor. Die Stadt war überall mit Regenbogenflaggen geschmückt, wobei zu Ehren der Opfer von Orlando viele davon auf Halbmast hingen.

Trotzdem kam die Feierlaune nicht zu kurz, was man an den vielen Wagen und buntgeschmückten Balkonen sehen und an der lauten Musik hören konnte. Schon vor der Parade erklang die offizielle Hymne „Go Pink“ von Coopération Fantastique feat. Jona Davis – hier der Video-Clip:

Der offizielle Slogan „anders.Leben!“ stellte die zentrale Forderung des ColognePride 2016 in knapper Form dar.

Trotz aller Freiheiten und Rechte gibt es in Deutschland noch immer keine gleichgeschlechtliche Ehe wie z. B in den Nachbarländern Frankreich, Belgien oder den Niederlanden. Diese diskriminierende und erniedrigende Situation muss endlich zum Positiven verändert werden. Gleiche Rechte für alle Menschen!

ColognePride2016

Männer mit Hut... 🙂 © Joerg Brocks Photographi.

Neben der vollständig gleichberechtigten Ehe für gleichgeschlechtliche Paare forderten die Parade-Teilnehmer mehr Einsatz im Kampf gegen Homophobie und Rassismus. Diese doppelte Diskriminierung trifft besonders die Flüchtlinge, die ihr Heimatland verlassen und in Deutschland auf Asyl und ein besseres Leben hoffen. Köln ist für seine sehr offene Haltung bekannt, aber das ist lange nicht in allen deutschen Städten und Gegenden so.

Wer die Parade am 3. Juli in Köln verpasst hat, kann im nachstehenden Video eine schöne Zusammenfassung sehen.

Wolfgang / MensGo

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