Fünf japanische Städte schließen Homo-Ehen

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Fünf japanische Städte schließen Homo-Ehen

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 11. Juli 2016) Die Stadt Naha in der japanischen Provinz Okinawa ist seit dem 8. Juli 2016 die fünfte Stadt in Japan, in der gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Ab heute (11. Juli 2016) dürfen dort Anträge auf Homo-Eheschließungen eingereicht werden. Bereits am 22. Februar 2016 hat Naha sich für die offizielle Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare ausgesprochen.

Auf der städtischen Webseite können interessierte Bürger Anträge herunterladen. Dazu sollte man natürlich Japanisch können... ☺

Japan- und Regenbogenflaggen

Seltene Ansicht – außer in fünf Städten Japans. © argus456/123RF.

Nach der Eheschließung haben Homo-Paare z. B. auch Anspruch auf eine Sozialwohnung oder Krankenversicherung, die davor nur heterosexuellen Ehepaaren zustanden. Auch einige große Unternehmen gewähren gleichgeschlechtlichen Paaren die gleichen Vorteile wie heterosexuellen Paaren.

Um für die Eheschließung in Naha in Frage zu kommen muss das Paar in der Stadt wohnen und beide Partner müssen mindestens 20 Jahre alt sein.

Juristisch gesehen handelt es sich hier nicht um eine vollwertige Ehe sondern vielmehr um eine Art eingetragene Partnerschaft, weil die echte Homo-Ehe in Japan noch nicht erlaubt ist.

Regenbogenerklärung von Naha

Bereits 2014 wurde in Naha die Regenbogenerklärung angenommen.

Die Gemeinde Naha ist seit April 2015 bereits die fünfte Gemeinde Japans, die Homo-Partnerschaften zulässt. Im trendigen Tokioter Stadtteil Shibuya begann die Bewegung (siehe unseren Artikel). Nach Wikipedia (auf Englisch) folgte im November ein weiterer Stadtteil von Tokio (Setagaya) und danach kamen die Gemeinden Iga (April 2016) und Takarazuka (Juni 2016).

Diese gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sind zunächst nur in den fünf Gemeinden gültig, die sie ausstellen bzw. gegenseitig anerkennen. Im Rest Japans haben sie keinerlei rechtliche Bedeutung, und die japanische Regierung hat auch vorläufig auch keinerlei Pläne, solche Partnerschaften anzuerkennen.

Wolfgang / MensGo
(Nach The Japan Times vom 8. Juli 2016)

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