62 % aller Amerikaner sind für die Homo-Ehe

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62 % aller Amerikaner sind für die Homo-Ehe

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 29. August 2016) Nach einer am 28. August 2016 vom Meinungsforschungsinstitut PRRI veröffentlichten Studie sind 62 % aller Amerikaner für die gleichgeschlechtliche Ehe, und 30 % sind dagegen. Im August 2015 waren noch 53 % dafür und 39 % dagegen. Fast dreiviertel der Befragten (72 %) sind für Gesetze gegen die Diskriminierung von LGBT-Menschen, und nur 23 % sind gegen solche Gesetze.

Die PRRI-Umfrage untersucht die politische und gesellschaftliche Situation in Amerika 11 Wochen vor den Präsidentschaftswahlen im November 2016 mit besonderem Fokus auf politische Meinung, religiöse Überzeugungen und Einstellung zu Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen. In diesem Artikel geht es im wesentlichen nur um Homosexualität und die Einstellung der Amerikaner dazu.

Ja zur Homo-Ehe

Im Verlauf der letzten fünf Jahre stieg die Akzeptanz der Homo-Ehe von 48 % im August 2011 auf 62 %. Entsprechend fiel der Anteil der Gegner im selben Zeitraum von 46 % auf 30 %.

Trotz dieser vollständigen Trendwende spaltet das Thema noch immer sehr, und zwar zum einen politisch, weil 73 % der Demokraten für und 49 % der Republikaner gegen die Homo-Ehe sind.

Die Spaltung wird aber auch ersichtlich, wenn man nach den religiösen Überzeugungen fragt: Bei Atheisten, Agnostikern und Nicht-Christen liegt die Zahl der Befürworter der Homo-Ehe bei etwa 80 %. Etwa zwei Drittel der Katholiken (68 %) und nicht-evangelikalen Protestanten (66 %) sind für die Homo-Ehe. Besonders stark dagegen sind schwarze Protestanten (40 %) und die weißen Evangelikalen (59 %).

Versöhnliche religiöse Überzeugungen

Umfrage zur Homo-Ehe und Religion in den USA

Etwa 41 % aller Amerikaner betrachten die Homo-Ehe heute als gegen ihre religiösen Überzeugungen – 2013 waren es noch 51 %.

Wie man der obigen Infografik entnehmen kann, handelt es sich hierbei um einen Durchschnittswert. Bei sehr traditionsverhafteten Gruppen wie den bereits erwähnten weißen Evangelikalen und schwarzen Protestanten sind die Zahlen höher.

Größere soziale und politische Akzeptanz

Etwa 65 % aller Befragten finden die Homo-Ehe heute sozial akzeptabel, gegenüber 51 % im Jahr 2011. Nur noch 23 % finden sie nicht akzeptabel (43 % im Jahr 2011).

Die Homo-Ehe spielt heute eine große Rolle für Politik und Wahlen. Immerhin 44 % (sogar 56 % bei den Demokraten) sagen, dass sie keinen Kandidaten wählen würden, der der Homo-Ehe feindlich gegenüber steht.

Nein zur LGBT-feindlichen Diskriminierung

Knapp drei Viertel der Teilnehmer (72 %) sind für gesetzliche Bestimmungen gegen LGBT-Diskriminierung im Arbeits- und Mietrecht, und nur 23 % sind gegen solche Bestimmungen.

Darf es ein Händler oder Restaurant-Besitzer aufgrund seiner religiösen Überzeugungen ablehnen, LGBT-Kunden zu bedienen? Fast zwei Drittel (63 %) aller Befragten (und 80 % der Demokraten) halten ein solches Motiv für rechtswidrig, 30 % jedoch für zulässig.

Nur die weißen Evangelikalen sind bei dieser Frage sehr stark geteilter Meinung. Eine große Mehrheit unter den anderen religiösen Glaubensrichtungen ist gegen jegliche homophobe Diskriminierung aufgrund religiöser Motive.

Diskriminierung von Transsexuellen bei Toiletten

Umfrage zu Transsexuellen und Toiletten in den USA

Kontrovers bleiben die jüngsten Gesetze, die Transsexuellen die Verwendung öffentlicher Toiletten, die nicht ihrem ursprünglichen Geschlecht entsprechen, verbieten. 53 % sind zwar gegen solche Gesetze, aber immerhin 35 % sind dafür.

Auch hier wird wieder ein starker Zusammenhang mit der politischen Überzeugung ersichtlich.

Was genau ist den Diskriminierung?

Laut PRRI gibt es einen Unterschied zwischen tatsächlicher Diskriminierung und ihrer Wahrnehmung, ähnlich wie beim Rassismus.

Bei den Demokraten ist die Wahrnehmung der Diskriminierung bestimmter Personengruppen wie LGBT, Schwarzen oder Einwanderern sehr viel höher (etwa 75-80 %) als bei den Republikanern, die dies wohl eher verdrängen (nur bis zu 47 %).

Interessant ist auch, dass 80 % der Befragten nicht wissen, dass es kein amerikanisches Bundesgesetz gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund der sexuellen Orientierung gibt, und nur 14 % wissen das.

Methodik: Telefonumfrage einer repräsentativen und zufällig ausgewählten Stichprobe von 2014 Amerikanern von mindestens 18 Jahren durch das Public Religion Research Institute (PRRI) im Zeitraum vom 10. bis 16. August 2016. Abhängig vom Befragten erfolgte die Umfrage auf Englisch oder Spanisch.

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: Deseret News vom 26. August 2016.

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