“¡No pasarán!” (Cesar, 12 Jahre alt)

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“¡No pasarán!” (Cesar, 12 Jahre alt)

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 17. September 2016) Vielleicht heißt er Cesar, und vielleicht ist er 12 Jahre alt – jedenfalls ist der junge Mexikaner ein Held. Am 10. September 2016 ist er auf einer großen Straße in Celaya (im Staat Guanajuato) ganz alleine gegen eine Menschenmasse marschiert. Der Fotograf Manuel Rodríguez hat das alles für die Ewigkeit festgehalten.

Die Vorgeschichte: Nachdem im Juni 2015 das mexikanische Verfassungsgericht jegliches Verbot der Homo-Ehe als verfassungswidrig eingestuft hatte (siehe unseren Artikel), hat Präsident Enrique Peña Nieto vor kurzem seine Absicht zur Legalisierung der Homo-Ehe in ganz Mexiko angekündigt. Daraufhin hatten erzkatholische und schwulenfeindliche Gruppen für den 10. September 2016 einen nationalen Aktionstag zur „Verteidigung der traditionellen Familie“ organisiert.

In den meisten größeren Städten Mexikos wurden für denselben Tag Gegendemonstrationen angesagt, also für gleichgeschlechtliche Ehen, und manche fanden gleichzeitig mit den homophoben Märschen statt. Viele in Mexiko bekannte Persönlichkeiten haben unter Motto und Hashtag „Todos somos familia“ (Wir alle sind Familie) diese schwulenfreundlichen Demos unterstützt, wie z. B. Schauspieler Luis Gerardo Méndez (siehe folgendes Video, in Spanisch).

An diesem Tag gab es also auch in Celaya zwei Demos: Die von einer katholischen Organisation angeführte homophobe Demo hatte etwa 11.000 Menschen mobilisiert. Das schwulenfreundliche gegnerische Lager bestand aus einem einzigen Demonstranten: Dem etwa zwölfjährigen „Cesar“, dessen wahre Identität nicht bekannt wurde.

Cesar stellt sich gegen homophobe Demo in Celaya

¡No pasarán! © Manuel Rodríguez

Während also der von drei Fahrzeugen mit Blaulicht angeführte Demonstranten-Zug eine breite, abgesperrte Straße entlang kam, stellte sich Cesar fünfzig oder hundert Meter davor auf. Da stand er, alleine mitten auf der Straße, mit ausgestreckten Armen, als ob er die Fahrzeuge und Menschenmassen einfach aufhalten könne.

Der junge Journalist Manuel Rodríguez (21) hat diese Szene für die Ewigkeit festgehalten, und ihm hat Cesar auch seine Beweggründe erklärt: „Ich habe einen schwulen Onkel, und ich kann diesen Hass nicht leiden.“ Deshalb hat er sich „diesem Marsch des Hasses“ entgegengestellt.

Im folgenden Video sieht man diese kurzen Momente.

Wir wissen weder den wirklichen Namen des Jungen, der vielleicht 10 oder 12 Jahre alt ist, und wir sehen ihn nur von hinten – aber dennoch schlagen wir hier bei MensGo ihn zum „Mann des Jahres 2016“ vor.

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: Regeneración vom 11. September 2016.
Weitere Quellen: The Huffington Post, 12. September 2016.

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