Niedersachsen schafft ein Hilfsnetzwerk für LGBT-Migranten

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Niedersachsen schafft ein Hilfsnetzwerk für LGBT-Migranten

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 26. September 2016) Das deutsche Bundesland Niedersachsen fördert ein neues Hilfsnetzwerk für homosexuelle Flüchtlinge und Asylbewerber über einen Zeitraum von zwei Jahren mit einer Summe von 80.000 Euro. Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) hat diese Maßnahme am 19. September 2016 angekündigt. Das Geld soll auch dazu dienen, die Menschen in Deutschland zum Thema sexuelle Vielfalt zu informieren und zu sensibilisieren.

Das von Kadir Özdemir koordinierte Netzwerk soll homosexuelle Migranten vor Gewalt, Diskriminierung und Mobbing schützen, die leider in letzter Zeit angestiegen sind. Deshalb richtet sich die Informations- und Sensibilisierungskampagne besonders an muslimische Flüchtlinge, bei denen homophobe Intoleranz besonders stark ist.

Cornelia Rundt

Cornelia Rundt. Die niedersächsische Sozialministerin möchte Homophobie bekämpfen. © niedersachsen.de

Konkret finanziert und koordiniert das Hilfsnetzwerk Aktionen bereits bestehender Organisationen. Unter anderem soll Asylbewerbern die Willkommenskultur Deutschlands auch im Hinblick auf Gender-Fragen und sexuelle Orientierung vermittelt werden.

Im Rahmen des Queeren Netzwerks Niedersachsen werden verschiedene Vereine und Gruppen in den Bereichen Erziehung/Bildung, Migrantenhilfe und LGBT-Community von der Förderung profitieren.

Die Sozialministerin erläuterte, dass mit dem Geld auch Heime und Wohnungen für homo- und transsexuelle Menschen gefördert werden sollen. Die Stadt Hannover hat zum Beispiel eine Wohnung für neun schwule Männer geschaffen.

Schon kurz nach der Einrichtung der Vernetzungsstelle gab es häufige Anfragen von Migranten, wie Kadir Özdemir berichtet.

Diese Initiative Niedersachsens folgt auf eine ähnliche in Berlin, wo Anfang des Jahres ein Heim für LGBT-Flüchtlinge eröffnet wurde (siehe unseren Artikel). Auch in anderen Teilen Deutschlands gibt es solche Projekte, wie z. B. ein Wohnheim für schwule Flüchtlinge in Nürnberg. Auch in Österreich denkt man über ähnliche Möglichkeiten nach.

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: NDR.de, 19. September 2016.
Andere Quellen: Breitbart.com, 21. September 2016.

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg