Schwuler Mann rennt Marathon gegen Mobbing in der Schule

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Schwuler Mann rennt Marathon gegen Mobbing in der Schule

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 10. Oktober 2016) Ben Smith (34) ist schwul und kämpft gegen schwulenfeindliches Mobbing in der Schule. Während seiner eigenen Schulzeit in Bristol (Großbritannien) wurde er ständig wegen seiner Homosexualität gemobbt und will deshalb jetzt etwas gegen Mobbing in der Schule tun. Unter dem Namen „The 401 Challenge“ lief er 401 Tage lang 401 Marathons und sammelte dabei Spendengelder.

Den ersten Marathon lief er am 1. September 2015 und den letzten der ganzen Reihe am 5. Oktober 2016, beide in Bristol – dazwischen lief die meisten Straßen in England ab. Am Anfang war er fast allein, nur begleitet von seinem Freund und ein paar anderen Erwachsenen. Die letzte Ziellinie überquerte er mit über 350 Menschen, vor allem Kinder.

Hier ein kurzer aber bewegender Bericht der BBC über Bens „401 Challenge“:

Bens Marathon-Programm hat tatsächlich nur 401 Tage gedauert, obwohl er zwischendurch einmal krankheitsbedingt für 10 Tage pausieren musste. Die Verspätung hat er aber später wieder aufgeholt.

Insgesamt wurden ca. 250.000 GBP (ca. 284.000 EUR) an Spendengeldern erwartet. Dieses Ziel wurde schon vor der letzten Etappe erreicht, aber auch nach Ende der Aktion werden noch Spenden angenommen. Das Geld kommt den Aktionsbündnissen Kidscape und Stonewall zugute, die beide gegen Mobbing in der Schule kämpfen.

“I was bullied for eight years of my life at school. It affected my confidence and self-esteem and that led to me trying to take my own life when I was 18.”
Ben Smith
(Acht Jahre meines Lebens wurde ich in der Schule gemobbt. Das hat mein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl schwer beeinträchtigt und dazu geführt, dass ich versucht habe, mir mit 18 Jahren das Leben zu nehmen.)

Das war vor seinem Coming-out. Seitdem er seine Homosexualität offen auslebt, kämpft er ohne Unterlass dafür, den Menschen begreiflich zu machen, welchen Schaden Mobbing in der Schule anrichtet und dass eine andere sexuelle Orientierung kein Grund für Mobbing oder Hass ist. Ziel der Aktion war es, die Diskussion zu dem Thema anzuregen, für Verständnis zu werben und natürlich Spendengelder für den guten Zweck zu sammeln.

Insgesamt ist Ben Smith eine Strecke von 16.920,2 km für die gute Sache gelaufen. Wenn man bedenkt, dass die meisten Leute kaum einen normalen Marathon (also 42,2 km) am Stück zu laufen, auch nicht langsam, dann kann man den enormen Willen, das Stehvermögen und die unglaubliche Großzügigkeit von Ben Smith erst richtig einschätzen. Höchster Respekt vor dieser Leistung!

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: BBC, 5. Oktober 2016.
Andere Quelle: rtl.be, 6. Oktober 2016.

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