Kampagne gegen Referendum zur Homo-Ehe in Irland beutelt LGBTI

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Kampagne gegen Referendum zur Homo-Ehe in Irland beutelt LGBTI

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 16. Oktober 2016) Wie hat sich vor dem Referendum vom 22. Mai 2015 die Kampagne gegen die Homo-Ehe in Irland ausgewirkt? Eine erste statistische Auswertung durch die beiden Hochschullehrerinnen Sharon Dane und Liz Short versucht, Antworten zu geben. Falls heute eine neue Kampagne zum Referendum stattfinden würde, wären 54,5 % der Teilnehmer nicht mehr dafür. Offensichtlich werden die jungen LGBTI noch mehr gedemütigt als ihre Vorläufer.

Swimming with Sharks

Negative Folgen der Kampagne gegen ein Referendum. © uq.edu.au.

Die australisch-irische Studie wurde in zwei Teilen veröffentlicht. Im ersten Teil, der am 7. Oktober 2016 veröffentlicht wurde, wird die negative Auswirkung der Kampagne zum irischen Referendum ausgewertet. Der bisher noch unveröffentlichte Teil untersucht die wenigen positiven Auswirkungen.

Die im Rahmen der Kampagne gegen das Referendum eingesetzten Poster, Broschüren und Radiospots haben bei fast allen Teilnehmern negative Auswirkungen gehabt. Mit großer Mehrheit gaben sie an, dass die Bilder aus dem homophoben Lager sie schockiert und verängstigt hatten.

Kinder und LGBTI-Personen in ländlichen Gegenden litten besonders unter den negativen Auswirkungen.

Auch ältere Mitbürger (55 Jahre und älter) wurden von der Kampagne für ein Nein zur Homo-Ehe besonders unangenehm berührt.

In der Kampagne der Gegner eines Referendums hat LGBTI-Personen besonders die versteckte Homophobie gestört, daneben aber auch ihre Allgegenwärtigkeit, ihre Scheinheiligkeit, ihr Hass und ihre offene, ungestrafte Diskriminierung.

Eine große Zahl der Befragten (knapp 36 %) würde nur äußerst ungern die schwierige Zeit vor dem Referendum nochmals erleben.

Methode: Die Studie namens Swimming with sharks: The negative social and psychological impacts of Ireland’s marriage equality referendum “No” campaign basiert auf Antworten von 1657 Umfrageteilnehmern in Irland. Sie wurde zwischen dem 15. und 25. September 2016 anonym und online durchgeführt.

Die Studie wurde geleitet durch die beiden Hochschullehrerinnen Sharon Dane (Universität Queensland) und Liz Short (Universität Victoria) in Zusammenarbeit mit der irischen Forscherin Grainne Healy sowie zwei irischen (National LGBT Federation und BelonG To) und zwei australischen Nichtregierungsorganisationen (PFLAG und Rainbow Families Victoria).

Kommentar: Wenn die Frage der Homo-Ehe per Referendum entschieden wird, so öffnet dies der Diskriminierung und dem Hass Tür und Tor. Es ist meist günstiger, eine solche Frage parlamentarisch oder juristisch zu entscheiden.

Ähnlich wie in Irland wird auch in Australien über ein Referendum zu diesem Thema nachgedacht, daher also das Interesse der Australier – und das betrachtet unser Artikel von morgen.

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: The Guardian, 8. Oktober 2016.

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