Sexuelle Orientierung der Eltern ist kaum von Bedeutung

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Sexuelle Orientierung der Eltern ist kaum von Bedeutung

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 10. Januar 2017) Ein Team der Universität von Kentucky unter Leitung der Professorin Rachel H. Farr hat festgestellt, dass die sexuelle Orientierung der Eltern keine besondere Auswirkung auf das Verhalten von Schulkindern hat. Diese am 20. Oktober 2016 von der Fachzeitschrift Developmental Psychology veröffentlichte Studie bestätigt, dass sich gleichgeschlechtliche Eltern und Adoption nicht negativ auf die adoptierten Kinder auswirken.

Rachel Farr und ihr Team haben 96 Familien mit Kindern untersucht, von denen je die Hälfte der Eltern homo- bzw. heterosexuell sind. Der Titel der Studie ist: Does Parental Sexual Orientation Matter? A Longitudinal Follow-Up of Adoptive Families With School-Age Children.

Familie mit schwulen Vätern

Familie mit schwulen Vätern. 🙂 © Scott Griessel/123RF

Aus der Studie folgt, dass die sexuelle Orientierung der Eltern (schwul, lesbisch, heterosexuell) keine Auswirkung auf Kinder im schulpflichtigen Alter hat, weder im Hinblick auf ihr Sozialverhalten mit anderen Kindern, den Eltern und anderen Bezugspersonen, noch auf die Funktion der Familie.

Mögliche Probleme der Kinder ergaben sich nicht aus der sexuellen Orientierung der Adoptiveltern sondern viel mehr daraus, wie sehr die Eltern vor und während der Adoption gestresst waren.

Bei den 96 untersuchten Fällen handelte es sich stets um Adoption im Kleinkindalter, und die Familien wurden dann mehrere Jahre begleitet.

Das Team um Rachel Farr konnte zwischen den Familien mit gleich- und gemischtgeschlechtlichen Eltern keine signifikanten Unterschiede im Hinblick auf Verhaltensweisen, Stresspegel, Paarbeziehungen, Funktion der Familie und Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen finden.

Die Schlussfolgerung der Studie ist, dass die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare keinerlei negative Auswirkung für die Elternpaare und Adoptivkinder hat. Deshalb schlägt Rachel Farr eine entsprechende Anpassung aller Gesetze und Richtlinien vor, um nicht reale (und homophoben) Vorstellungen und Motive zu unterbinden.

Kommentar: Nicht gerade neu oder sehr überraschend – aber doch ein klarer Appell mit wissenschaftlicher Untermauerung.

Übrigens sucht Rachel Farr für das Wintersemester 2017-2018 Doktoranden für Ihr Forschungsinstitut, das sich insbesondere auf LGBT-Familien und  Eltern spezialisiert.

Wolfgang / MensGo
Erstquelle: The Huffington Post Canada, 5. Januar 2017.

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