Australien: Starke Ablehnung gegen eine Gesetzesinitiative zur Homo-Ehe

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Australien: Starke Ablehnung gegen eine Gesetzesinitiative zur Homo-Ehe

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 18. Januar 2017) Der australische Senat debattiert eine von Justizminister George Brandis vorgelegte Gesetzesinitiative zur Homo-Ehe. Nach einer Umfrage von PFLAG (Parents and Friends of Lesbians and Gays) und just.equal lehnen über 90  der LGBT-Gemeinde diesen Vorschlag ab, weil er eine ganze Reihe von als homophob betrachteten Ausnahmen und Abweichungen enthält. Andererseits finden viele Gegner der Homo-Ehe den Text zu lasch. Nach der Ablehnung des Referendums zu diesem Thema im November 2016 ist die Lage in Australien derzeit verworren und die Entwicklung zum Stillstand gekommen.

Der Justizminister hatte den Gesetzesvorschlag im Oktober 2016 in einigen Punkten abgeändert. So schlägt er beispielsweise Ausnahmen aus „religiösen Motiven oder Gewissensgründen“ vor, so dass bestimmte Personen das Recht hätten, eine gleichgeschlechtliche Trauung oder Dienstleistungen für ein gleichgeschlechtliches Ehepaar abzulehnen.

Keine homophoben Ausnahmen (just.equal)

Keine homophoben Ausnahmeregelungen! © just.equal

Um die 98 % der befragten LGBTQI-Menschen sind natürlich für die Homo-Ehe, aber auch die Ablehnung aller Ausnahmeregelungen erreicht 81 %, wobei weder Alter noch Geschlecht oder Aufenthaltsstatus hierbei eine Rolle zu spielen scheinen.

Das derzeit gültige, ausschließliche heterosexuelle Ehegesetz in Australien verfügt, dass religiöse Amtsinhaber keine Ehe schließen müssen, wenn sie dies nicht wollen. Etwa 60 % der befragten LGBT-Menschen sind gegen eine solche Ausnahmeregelung, und nur etwa 27,8 % sind dafür.

Nicole Kidman ist für die Homo-Ehe

Nicole Kidman, eine sehr schwulenfreundliche und engagierte Aktivistin. © just.equal

Einige LGBT-Interessengruppen, wie z. B. Transgender Victoria, stehen religiösen Ausnahmeregelungen nicht komplett feindlich gegenüber, finden aber, dass solche Regelungen dann für homo- wie auch heterosexuelle Trauungen gleichermaßen gelten müssen, wie just.equal unterstreicht.

Allerdings sind 92,6 % der Befragten absolut gegen Ausnahmen für staatliche Institutionen und Personen wie Standesbeamte. Falls eine solche Ausnahme für die umgehende Einführung der Homo-Ehe notwendig wäre, würden 91,2 % dies ablehnen.

Methode der Studie: Von PFLAG und just.equal gemeinsam beauftragte und vom 6. bis 15. Januar 2017 durch SurveyMonkey online durchgeführte Studie, bei der 6.342 Fragebögen von volljährigen australischen LGBTQI-Bürgern ausgefüllt wurden. Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlerin Sharon Dane geleitet.

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: Line Pitch News
Erstquelle: smh.com.au, 13. Januar 2017.

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