Norwegen: Bestes Land für LGBT-Menschen in der Arbeitswelt

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Norwegen: Bestes Land für LGBT-Menschen in der Arbeitswelt

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 18. Januar 2017) Nach einer Studie von Expert Market ist Norwegen im Hinblick auf das Arbeitsrecht für LGBT-Menschen am offensten und entgegenkommendsten. Norwegen steht an der Spitze einer Liste von 43 Ländern in Europa und bis westlich des Urals, wobei vier weitere skandinavische Länder auf den ersten zehn Plätzen liegen. Das Ende der Liste bilden weit abgeschlagen vier frühere Sowjetrepubliken (Weißrussland, Russland, Aserbaidschan und Armenien) sowie die Türkei (muslimisch) und Mazedonien (orthodox).

Das Ranking von Expert Market (expertmarket.fr) überrascht in einigen Punkten. Beispielsweise kommt die Schweiz (8. Platz) vor Großbritannien (9.) und Frankreich (11.). Andererseits stehen die Niederlande erst auf Platz 10, obwohl sie als sehr offenes und schwulenfreundliches Land bekannt sind.

Europa-Karte: LGBT in der Arbeitswelt

Grün = schwulenfreundlich, rot = schwulenfeindlich und für LGBT besser zu meiden. © expertmarket.fr

Die Studie von Expert Market bewertet Kriterien mit Bezug zum Arbeitsleben als sehr hoch. Daher kommen die oberen Plätze für Norwegen, Finnland und Belgien (Plätze 1 bis 3) sowie Malta (Platz 7), denn in diesen Ländern sind Gesetze und Regelungen in Kraft, die LGBT-Menschen im Berufsleben schützen. In Malta genießt diese Personengruppe jedoch keinen besonderen Schutz vor Diskriminierung im Bereich des Wohnungsmarkts.

In den Niederlanden und Spanien (13. Platz) ist die allgemeine Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben am höchsten (5 von 5 Punkten). In der Gesamtplatzierung ist Spanien etwas abgeschlagen, weil LGBT-Menschen dort (wie die Mehrheit auch) eine hohe Arbeitslosigkeit (1 von 5) und ein geringes verfügbares Einkommen (2 von 5 Punkten) beklagen. Genau in diesen Punkten ist die Schweiz aber stark (zwei Mal 5 von 5 Punkten), was sie in der Gesamtbewertung noch vor Frankreich, Großbritannien und Spanien bringt – und das obwohl es in der Schweiz noch keine Homo-Ehe gibt.

Überraschenderweise landet Kroatien zusammen mit Frankreich auf dem 11. Platz. Die anderen Länder des früheren Jugoslawien finden sich weit abgeschlagen in der zweiten Hälfte der Liste.

Armenien erhielt 0 Punkte in fünf der sechs Kriterien, was einer Gesamtnote von 0,2 von 5 Punkten entspricht.

Die Studie von Expert Market stützt sich auf mindestens fünf Quellen, darunter die Zahlen der von Ilga-Europe veröffentlichten Studie Rainbow Europe 2016.

Kommentar: Expert Market gibt online nur die Ergebnisse der Studie wieder. Die genauen Berechnungen und weitere Einzelheiten wurden nicht veröffentlicht.

Die Wahl der Quellen gibt der Studie insgesamt einen eher zu relativierenden Charakter.

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: Expert Market, ohne Datumsangabe,
Erstquelle: Lefigaro.fr, 14. Januar 2017

2 Antworten

  1. Super, ich habe in meinem Blog auch schon mal über gleichgeschlechtliche Ehen in Europa geschrieben: https://www.scheidung.de/scheidungsnews/gleichgeschlechtliche-partnerschaften-und-ehen-in-europa.html
    Norwegen fehlte mir noch in meiner Auflistung.

    Werde ich mal nachrecherchieren, danke Euch!

    • Wolfgang

      Bitte, sehr gerne. Die angegebene Quelle ist halt auf Französisch. 🙂

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