Dank Homo-Ehe 134.000 Selbstmordversuche weniger pro Jahr in den USA

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Dank Homo-Ehe 134.000 Selbstmordversuche weniger pro Jahr in den USA

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 24. Februar 2017) In den Staaten der USA, in denen die Homo-Ehe zwischen 2009 und 2015 legal war, haben deutlich weniger Jugendliche (besonders LGBT-Jugendliche) Selbstmordversuche begangen als in anderen Staaten. Nach einer Studie der Johns Hopkins Universität gab es 134.000 weniger Selbstmordversuche in diesen Staaten, im Vergleich mit den Staaten, in denen die Homo-Ehe nicht erlaubt war. Seit dem 26. Juni 2015 ist die Homo-Ehe aufgrund einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs überall in den USA erlaubt.

Die Forschungsgruppe der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health hat sich auf Jugendliche konzentriert, die zum Heiraten selbst eher noch zu jung, also von der Homo-Ehe gar nicht direkt betroffen sind.

In dieser Altersgruppe kommen Selbstmordversuche jedoch sehr häufig vor: 29 % der LGBT-Jugendlichen haben Selbstmordversuche unternommen, gegenüber nur 6 % bei den heterosexuellen Jugendlichen – wobei die Dunkelziffern wohl noch höher liegen dürften.

Fazit der Studie

Fazit: Die Homo-Ehe ist gut für die seelische Gesundheit aller, einschließlich der Jugendlichen.

Die Forscher haben Daten von 32 Staaten analysiert und einerseits Daten vor und nach der Legalisierung gegenübergestellt, andererseits Daten zwischen Staaten mit und ohne Homo-Ehe verglichen.

In Staaten ohne Homo-Ehe hat sich der Anteil der Selbstmordversuche nicht verändert. In Staaten mit Homo-Ehe hat sich der Anteil der Selbstmordversuche deutlich verringert, und das auch noch zwei Jahre nach der Legalisierung:

  • 7 % weniger Selbstmordversuche bei Jugendlichen insgesamt.
  • 14 % weniger Selbstmordversuche bei LGBT-Jugendlichen.

Die Gründe für diese Abnahmen sind vermutlich die folgenden:

  • Weniger soziale Ausgrenzung aufgrund der sexuellen Orientierung.
  • Geringeres Gefühl unfairer Behandlung aufgrund der Homo-Ehe.
  • Stärkeres Gefühl der gesellschaftlichen Zugehörigkeit.
  • Bessere Aussichten für die persönliche Zukunft und das Liebesleben.

Kommentar: Die Forscher von Johns Hopkins können den direkten Zusammenhang zwischen der Einführung der Homo-Ehe und der niedrigeren Rate an Selbstmordversuchen nicht eindeutig beweisen, aber die Zahlen legen diesen Zusammenhang sehr nahe.

Unabhängig davon bleibt jedoch bei LGBT-Jugendlichen der Selbstmord direkt nach Unfällen immer noch die zweithäufigste Todesursache.

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: JAMA Pediatrics, 20. Februar 2017.
Erstquelle: Lexpress.fr, 22. Februar 2017.

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