Erste Homo-Ehen in Finnland

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Erste Homo-Ehen in Finnland

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 10. März 2017) Am 1. März 2017 wurden in Finnland die ersten gleichgeschlechtlichen Ehen geschlossen, nachdem das entsprechende Gesetz vom 12. Dezember 2014 in Kraft getreten war. Am 16. Februar 2016 hatte das finnische Parlament (Eduskunta) das Gesetz verabschiedet. Die Parlamentarier haben außerdem am 17. Februar 2017 mit großer Mehrheit gegen einen Gesetzesentwurf gestimmt, der das Gesetz zur Homo-Ehe verhindern sollte. Die lutherische Kirche von Finnland stellt sich immer noch offen gegen die Homo-Ehe, obwohl sie dadurch Anhänger verliert.

Die Homo-Ehe tritt nun an die Stelle der 2002 eingeführten eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaft und bietet neue Möglichkeiten, wie z. B. die Annahme des Familiennamens des Partners. Allerdings werden die bereits geschlossenen Partnerschaften nicht automatisch, sondern nur auf Antrag in Ehen umgewandelt.

Regenbogenpriester

Die finnischen Regenbogenpriester. © sateenkaaripapit.wordpress.com

Die andere große Errungenschaft des neuen Gesetzes ist die Möglichkeit der Adoption für gleichgeschlechtliche Ehepaare.

Über 40 schwule und lesbische Paare wollten sich sofort nach Inkrafttreten des Gesetzes in den ersten Märztagen das Jawort geben, die meisten davon in der Hauptstadt Helsinki.

Obwohl die lutherische Kirche Finnlands sich deutlich gegen die Homo-Ehe stellt, gibt es mit der Gruppe Sateenkaaripapit („Regenbogenpriester“) lutherische Kirchenvertreter, die gleichgeschlechtliche Paare trauen wollen, und sogar aktiv dafür kämpfen. Sie haben eine gleichgeschlechtliche Hochzeitsliturgie sogar in sieben Sprachen vorgeschlagen: Finnisch und Estnisch (sehr ähnliche Sprachen), Schwedisch, Englisch, Deutsch, Französisch und die finnische Gebärdensprache.

Allerdings verknüpfen die Regenbogenpriester an die gleichgeschlechtliche kirchliche Trauung die Bedingung, dass einer der beiden Ehepartner lutherischen und der andere wenigstens christlichen Glaubens ist.

Emoji für Tom of Finland

Tom of Finland: Digitale Ehrung 26 Jahre nach seinem Tod. © Tom of Finland Foundation.

Übrigens: Im Hinblick auf das Inkrafttreten dieses Gesetzes gibt es seit 6. Februar 2017 unter den 54 offiziellen finnischen Emojis eines, das Tom of Finland darstellt. Dies war das Pseudonym des für seine kernigen Männerzeichnungen bekannten finnischen Künstlers und schwulen Vorkämpfers Touko Laaksonen (1920–1991).

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: PBS, 2. März 2017.
Erstquelle: huffingtonpost.com, 1. März 2017.

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