Ausstellung schwuler britischer Kunst im Museum Tate Britain

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Ausstellung schwuler britischer Kunst im Museum Tate Britain

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 22. März 2017) Im Londoner „Tate Britain“-Museum findet vom 5. April bis zum 1. Oktober 2017 eine Ausstellung mit dem Titel „Queer British Art 1861-1867“ statt. Dort finden sich auch bisher wenig bekannte Werke großer britischer Künstler wie Oscar Wilde. Die Konservatorin des Museums, Clare Barlow bietet am 8. Mai eine Führung hinter den Kulissen der Ausstellung an. Unter den Exponaten finden sich auch einige erotische Werke.

Die Jahreszahlen im Titel haben eine besondere Bedeutung: Im Jahre 1861 wurde die Todesstrafe für homosexuelle Handlungen abgeschafft und 1967 (zumindest in England und Wales) wurden sie vollständig straffrei gestellt (vgl. unseren Artikel zur Amnestie für verurteilte Schwule in Großbritannien). Im Jahr 2017 können in England also 50 Jahre ohne strafrechtliche Verfolgung von Schwulen und Lesben gefeiert werden.

Poster für die Ausstellung Queer British Art

Werbung für die Ausstellung Queer British Art mit einem Selbstportrait von Gluck (1942) © Tate Britain & National Portrait Gallery, London

Die Ausstellung schaut durchaus über den englischen Horizont hinaus, denn Oscar Wilde war Ire, und es finden sich auch Werke des amerikanischen Malers John Singer Sargent.

Neben Gemälden und Zeichnungen gibt es auch Fotografien und Filme in der Ausstellung – allesamt Werke von LGBT-Künstlern.

Bloomsbury Group

Die Bloomsbury Group, eine ganze Reihe von LGBT-Künstlern. © wikimedia.org

Die Ausstellung zeigt Werke des schwulen Malers John Singer Sargent und der bisexuellen Malerin Dora Carrington, die in den englischen Biografen Lytton Strachey verliebt war, aber dessen Liebhaber, Ralph Partridge geheiratet hat. Nach dem Tod von Strachey und dem Selbstmord von Carrington, heiratete Partridge die Schriftstellerin Frances Partridge.

Carrington und Frances Partridge sind indirekt mit der Bloomsbury Group verbunden, deren drei berühmteste Mitglieder der Ökonom John Maynard Keynes sowie die Schriftsteller E. M. Forster und Virginia Woolf waren.

Gemälde von Simeon Solomon

„Sappho and Erinna in a Garden at Mytilene“ von Simeon Solomon © Tate.ork.uk, (CC-BY-NC-ND 3.0)

Neben vielen anderen sind auch Werke von Francis Bacon und David Hockney ausgestellt. Zu Hockney läuft im Tate Britain seit 9. Februar und bis 29. Mai 2017 noch eine Sonderausstellung. In diesem Videoclip spricht er darüber:

Ein Teil der Ausstellung zeigt auch die Geschichte der Homosexualität und ihre Wahrnehmung in der Politik und Gesellschaft.

Wer also bis Oktober 2017 nach London kommt: Auf ins Tate Britain!

Wolfgang / MensGo

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg