17. Mai: Widerstand gegen Homophobie in Frankreich

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17. Mai: Widerstand gegen Homophobie in Frankreich

(Blogmensgo, schwuler Blog vom 10. Mai 2017) Der am 10. Mai veröffentlichte aktuelle Jahresbericht 2017 der französischen Organisation SOS Homophobie konstatiert im Vergleich zu 2016 19,5 % mehr Fälle feindlicher Handlungen gegen LGBT-Personen, darunter sogar 76 % mehr Fälle von transphoben Handlungen.

Bericht 2017 von SOS Homophobie

Homophobie auf 170 Seiten. © sos-homophobie.org

Mehr Fälle von LGBT-Phobie

Der 21. Jahresbericht von SOS Homophobie betont die Rolle des Internets (22,5 % der Fälle), der Politik sowie der Medien beim Anstieg der Fälle von LGBT-Phobie im vergangenen Jahr. Auch wenn die Medien dabei keine aktive Rolle spielen mögen, so schauen sie doch viel zu oft weg.

Insgesamt gab es 2016 in Frankreich 1575 homophobe Taten, also 19,5 % mehr als 2015. Auch wenn dies weniger registrierte Fälle sind als 2013 und 2014, so zeigt die Zahl doch, wie lebendig dieses Phänomen noch immer ist.

Anstieg homophober Handlungen

Statistik der letzten Jahre. 🙁 © sos-homophobie.org

Der Anstieg der Fälle ist besonders besorgniserregend für die Transphobie (+76 %) und Biphobie (+48 %). Bei der Lesbophobie (+16 %) und Gayphobie (+15 %) sind die Zahlen in etwa gleich geblieben.

Hass hat viele Gesichter

Wir wissen nicht, ob die Fallzahlen einen tatsächlichen Anstieg homophober Gewalt widerspiegeln oder vielmehr nur die Tatsache, dass mehr Fälle tatsächlich gemeldet wurden.

In der Mehrheit der Fälle drückt sich LGBT-Phobie durch verbale Attacken oder feindseliges Verhalten aus. Aber auch Fälle von Entlassung (1 %) und physischer (13 %) oder sexueller Gewalt (1 %) gehören dazu.

Mit 829 Fällen (59 %) liegt die Gay-Phobie an der Spitze. Alle Einzelheiten findet man in den 170 Seiten des Jahresberichts 2017.

Methodik des Jahresberichts von SOS Homophobie

Wie in den Vorjahren bezieht sich der Jahresbericht 2017 auf die registrierten LGBT-phoben Handlungen des Vorjahres. Es handelt sich nicht um extensive Daten, so dass die Aussagen eher nur eine Tendenz darstellen. Die Vornamen im Bericht sind aus Datenschutzgründen fiktiv.

Kommentar

Der Bericht von SOS Homophobie zeigt eher Tendenzen als seriöse statistische Daten auf. Einerseits sind die Zahlen gestiegen, andererseits deutet das aber auch darauf hin, dass heute mehr Fälle tatsächlich gemeldet werden.

Es zeigt auch, dass die meisten Opfer von LGBT-Phobie heute wissen, wohin sie sich wenden können.

Außerdem muss man ja trotz Betroffenheit und Aufregung noch daran denken, sich Notizen zu machen, Beweise aufzubewahren, Zeugen zu suchen und alles bei der Polizei anzuzeigen bzw. bei den Medien zu melden.

Wolfgang / MensGo
Hauptquelle: SOS Homophobie

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